Das Ohrwaschl - Keine Angst

Das Ohrwaschl - die Glosse von Seite 1: Alternierend verfasst von Guido Tartarotti, Andreas Schwarz und Birgit Braunrath © Bild: Stephan BoroviczenyFotografieWien/ViennaAustriacall: +43 6801314644

Joachim Gauck und der Lockruf des klaren Wortes

Von Staatsmännern und -frauen wird bei ihrer Antrittsrede ein „großer Wurf“ erwartet: Die Ansprache muss visionär sein, kühn,  aber realitätsbezogen, von hoher Bildung durchtränkt, zugleich aber nah am Ohr des „kleinen Mannes“ gebaut ... kein Wunder, dass so viele Politiker-Reden in die Hose gehen.Und dann kommt ein Politiker und sagt einfach geradeaus, was er denkt. Und beeindruckt genau damit. Keine Ahnung, ob der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck die Lichtgestalt ist, als die er derzeit vermarktet wird. Aber was er bei seiner Antrittsrede zu sagen hatte, war schon sehr stark.  Etwa seine Adresse an die Rechtsextremen: „Wir stehen zu diesem Land, weil wir nie ein besseres gesehen haben. Wir schenken euch nicht unsere Angst.“ Oder seine Forderung an die Politiker: „Redet offen und klar, dann kann Vertrauen wieder wachsen.“ Ob auch österreichische Politiker zugehört haben? Und wenn ja: Haben sie Gauck verstanden?- GUITAR

Das Ohrwaschl - die Glosse von Seite 1: Alternierend verfasst von Guido Tartarotti, Andreas Schwarz, Birgit Braunrath.

Erstellt am 23.03.2012