über den Pferdefleisch-Schwindel
03/02/2013

Bitterer Beigeschmack

von Birgit Braunrath

Der Skandal, der auf Gier beruht, sollte jenen etwas bringen, die nichts zu essen haben.

Birgit Braunrath | über den Pferdefleisch-Schwindel

Skandal: Wo Springbock draufsteht, ist Rindfleisch drin! – So sieht, wie gestern bekannt wurde, der aktuelle Kennzeichnungsbetrug in Südafrika aus. Dass Fleisch falsch deklariert wird, ist sichtlich ein internationales Problem, da die Gier keine Grenzen kennt.

In Österreich schlug der Pferdefleisch-Schwindel dieser Tage eine neue Kapriole: Zwei Tonnen falsch deklarierter Ware, die sogenannten Kärntner Pferdefleischwürste, werden nicht entsorgt, sondern Obdachlosen gegeben.

Doch diese Aktion hat einen bitteren Beigeschmack. Warum kommt man immer erst dann auf den Gedanken, dass mittellose Menschen Hilfe brauchen, wenn man nicht weiß, wohin mit unverkäuflicher Ware? Und wäre das nicht ein guter Anlass, etwa für den betroffenen Kärntner Wurstbetrieb, ab sofort regelmäßig einen Teil seiner Produktion an Obdachlose zu spenden? Damit der Skandal, der auf der Gier internationaler Lieferanten beruht, die den Hals nicht vollkriegen können, genau jenen etwas bringt, die nichts zu essen haben.

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