über die "Vorstadtweiber"-Pause
03/15/2015

Vorstadt- sowie Weiber-los

von Philipp Wilhelmer

Hand aufs Herz: Worüber werden wir am Dienstag reden?

Philipp Wilhelmer | über die "Vorstadtweiber"-Pause

Hand aufs Herz: Worüber werden wir am Dienstag reden? Wir sind Vorstadt- sowie Weiber-los in den Montaghauptabend entlassen und müssen uns irgendwie durch das Restprogramm wühlen, um gemeinsamen Gesprächsstoff zu finden. Seit Gerti Drassl ihren Ehemann in den „Vorstadtweibern“ am vergangenen Montag gegen die Garagenwand gequetscht hat, ist vorerst Schluss mit Tratsch über „die gestrige Folge“. Die zweite Staffel wird erst ab April gedreht, was realistischerweise bedeutet, dass wir uns noch monatelang mit der Beantwortung der wichtigsten Fragen gedulden müssen. Etwa jene: Wird der smarte Philipp Hochmair Kanzler und wird ihn die Vergangenheit irgendwann einholen? Erholt sich die Ehe von Drassl und Jürgen Maurer wieder? Ist das heimliche Kind auf dem Bauernhof wirklich von Martina Ebms Figur?

Für den ORF und seine Kundschaft zeigt sich jedenfalls sehr deutlich, was uns eigentlich im Alltag fehlt: Eine Eigenproduktion, die die Menschen vor den Bildschirm lockt und alle irgendwie beschäftigt. Von der jeder weiß, worum es ging und warum man sie gut oder ganz, ganz mies fand. Nur eines ging nicht: keine Meinung zu den „Vorstadtweibern“ zu haben.

Auf ORFeins werden wir montags bis auf Weiteres nicht fündig, was Ersatz angeht: „The Mentalist“ erbt den Sendeplatz, den die „Vorstadtweiber“ hinterlassen haben. Danach folgt „Grey’s Anatomy“. Na ja. Die „Millionenshow“? Ein Quotengarant. Aber kein Lieferant von Gesprächsthemen. Wir müssen wohl ein Jahr warten.

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