über den 'Tatort' aus Münster
04/14/2014

Vogerltanz

von Barbara Mader

Liebe ' Tatort'-Macher: Euer Zynismus offenbart ein armseliges Weltbild.

Barbara Mader | über den 'Tatort' aus Münster

Der "Tatort" beschäftigt sich meist mit sozialen Problemen, oft mit dem Thema Prostitution. Zuletzt in sehr gelungener Weise in Sabine Derflingers Film "Angezählt", der nun den Grimme-Preis erhalten hat.

Was man am Sonntag im "Tatort" aus Münster zu sehen bekam, wird keinen Preis bekommen.

Da demonstrierten Bürger gegen ein großes Bordell in einem kleinen Ort. Ein berechtigtes Anliegen. Wie aber stellt der "Tatort" die engagierten Bürger dar? Als einen Haufen irrer Alt-68er, der scheinheilig demonstriert, und sich anschließend von halb so alten Frauen "massieren" lässt. Der, der am lautesten gegen Zwangsprostitution schreit, ist ein Geistesgestörter. Liebe "Tatort"-Macher: Euer Zynismus offenbart ein armseliges Weltbild.

Dennoch gab es einen Lichtblick: Frank Zander. Für die jungen Leser: Zur Musik dieses Mannes tanzte man Anfang der 80er auf Betriebsfeiern den "Vogerltanz". Frank Zander hatte am Sonntag einen Kurzauftritt und durfte dabei Simon& Garfunkel singen. Danke dafür.

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