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24.02.2015

Rautebeckm@nn2.0

"# Beckmann" handelt überraschenderweise von Beckmann.

Guido Tartarotti | über die neue ARD-Reportagereihe.

„#Beckmann“ heißt die neue Reportage-Reihe der ARD. Also nicht „Rautebeckmann“, wie wir aus der Generation Wählscheibe sagen würden, sondern „Hashtag Beckmann“. Ein Hashtag dient in sozialen Netzwerken zur Verschlagwortung. Und vor allem dient der (oder das) Hashtag dazu, sich zeitgemäß zu geben: # ist das, was früher „2.0“ oder „@“ war – es wird bald zigtausendfach in den Medien auftauchen und dann relativ rasch uncool werden und wieder verschwinden.

„#Beckmann“ handelt überraschenderweise von Beckmann. Man sieht Reinhold Beckmann, wie er sich eine Schutzweste anzieht, wie er aus Hubschraubern klettert, wie er in Hubschrauber klettert, wie er im von den IS-Irren bedrohten Kurdengebiet recherchiert, wie er von seinen eigenen Rechercheergebnissen erschüttert ist, wie er Hilfe organisiert und wie er die Listen von Hilfsgütern kontrolliert. Dabei entstand eine spannende, zum Teil wirklich zum Weinen traurige Reportage – der ein bisschen weniger Eitelkeit nicht geschadet hätte.