über die Sperre von "BÖsterreich"
04/11/2014

Prüde im Internet

von Philipp Wilhelmer

Es wäre an der Zeit, die TVthek so zu gestalten, dass sich auch heiklere Inhalte online abrufen lassen

Philipp Wilhelmer | über die Sperre von "BÖsterreich"

Hand aufs Herz: Wer hat "BÖsterreich" am vergangenen Dienstag gesehen? Die Folge spielte unter anderem in einem Swinger-Club. In Sadomaso-Kostüme gewandet, traf man einander zu abseitigen Dialogen. Zugegeben: Starker Tobak, jedoch mit den Mitteln der Satire kunstvoll auf die Höhe der Zeit geschraubt.

Besonders ins Auge stach die Hüftgegend des nackt auftretenden Thomas Maurer, dem die Produktion ein falsches Riesengemächt umschnallen ließ. Die Konsequenz: Die Sendung wurde ORF-intern in die Kategorie "Nur für Erwachsene" eingereiht und nicht in die TVthek gestellt (der KURIER berichtete).

So weit, so jugendfrei. Wie sehr sich das Seherverhalten an die Online-Plattformen angepasst hat, zeigten die Reaktionen von Fans auf Facebook und Co.: Viele hatten einfach auf die TVthek gebaut und nicht am Dienstag eingeschaltet. Es wäre an der Zeit, die ORF-Plattform so zu gestalten, dass sich auch heiklere Inhalte online abrufen lassen. Das Internet ist ja sonst auch nicht so prüde.

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