über "Stöckl"
02/22/2013

Konsenspflicht

von Guido Tartarotti

TV-Diskussionen in Österreich sind ja grundsätzlich entweder Kampfschmusen oder erregtes Herumbrüllen.

Guido Tartarotti | über "Stöckl"

Schön, dass Barbara Stöckl wieder eine Spätabend-Talkshow hat. Das kann sie nämlich am allerbesten: Menschen bei gedimmtem Licht zum Plaudern zu bringen. Die Runde war gewagt, aber interessant zusammengestellt: Der stets großartig-kluge Humangenetiker Markus Hengstschläger, die Jung-Autorin Vea Kaiser (dicke Empfehlung: ihr Debüt „Blasmusikpop“), dazu der wortkarge Stronach-Bruder mit Almöhi-Charme und der komischerweise immer unter Philosophie-Verdacht stehende Schauspieler Karl Merkatz.

Das Gespräch verlief spannend, litt allerdings ein wenig unter dem unfassbar ungemütlich aussehenden Tisch und unter der allgemeinen Konsenssucht. TV-Diskussionen in Österreich sind ja grundsätzlich entweder Kampfschmusen oder erregtes Herumbrüllen. Niemand kann bei uns niveauvoll streiten. Dabei wäre respektvoller, neugieriger Dissens die Voraussetzung für das Entwickeln neuer Gedanken, gerade bei uns in der Konsensrepublik.

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