Über die Elefantenrundendebatte im ORF:
02/27/2016

Heulen in der Manege

von Philipp Wilhelmer

Heuer sind die Elefanten zumindest mit freiem Auge nicht ohne Weiteres erkennbar.

Philipp Wilhelmer | Über die Elefantenrundendebatte im ORF:

Der reinste Zoo. Bevor es wirklich ganz ernst wird mit der Bundespräsidentenwahl, müssen sich die Redakteure im ORF quälen: Wer qualifiziert sich als Elefant? Wer sich lediglich als Lugner? Sie ahnen es: Der Rundfunk hat für seine Diskussionsrunde der Spitzenkandidaten (vulgo Elefantenrunde) ebenso vernünftiger- wie faderweise vor, nur die Aussichtsreichsten einzuladen. Weil das bisher immer die von den Parlamentsparteien unterstützten Kandidaten waren, fiel die Auslese entsprechend leicht. Heuer sind die Elefanten zumindest mit freiem Auge nicht ohne Weiteres erkennbar: Griss? Van der Bellen? Hundstorfer? Khol? Der Osterhase?

Der ORF weiß sich zu helfen und lässt Meinungsforscher die Relefanz, pardon: Relevanz, der Kandidaten abtesten. Kein Wunder, dass da sofort einer in der Manege aufheult: Richard Lugner, der König des schmalen Landstrichs zwischen YouTube und Lugner City, will nämlich auch ein Dickhäuter sein. Beruhigend zu wissen: Er kann noch zwischen ATV und ORF unterscheiden.

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