Über die Gebührendebatte zwischen ORF und Privaten.
10/12/2016

Fantasieloser Ballwechsel

von Philipp Wilhelmer

Lieber schnell umschalten!

Philipp Wilhelmer | Über die Gebührendebatte zwischen ORF und Privaten.

Es kann einem schon die Lust auf Medienpolitik vergehen, wenn man das Match zwischen ORF und Privaten betrachtet. Allen Privaten? Nein. Auch der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) leistet sich ein kleines gallisches Dorf – namentlich ATV.

Das hat einen einfachen Grund: ATV und der zweite private Platzhirsch, Puls4, verfolgen unterschiedliche Geschäftsmodelle. Während Puls4 äußerst gut davon lebt, dass seine Eigentümergruppe auf ihren deutschen Sendern österreichische Werbefenster vermarkten, verfügt ATV über diesen Luxus nicht.

Das führt mitunter zu schrägen Konstellationen: Der VÖP (wohlgemerkt ohne ATV) warnte am Mittwoch vor einer Gebührenerhöhung beim ORF. Der konterte und führte glatt ATV als „Kronzeugen“ an: Das Problem im Medienmarkt liege vielmehr bei den Werbefenstern (und zwar der Sender rund um Puls4 sowie RTL).

Was für ein fantasieloser Ballwechsel (der unter anderem gebührenfinanziert ist). Lieber schnell umschalten!

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