Barbara Mader

© Stephan Boroviczeny

Meinung Kolumnen Im Bild
05/08/2012

Absurder Abgang

Tatort: Mehmet Kortulus hätte sich in seinem letzten Einsatz als Hamburger Kommissar einen besseren Abgang verdient gehabt.

von Barbara Mader

Der letzte Hamburger "Tatort" mit Cenk Batu alias Mehmet Kortulus. Statt seiner ermittelt ab Herbst Till Schweiger. Kortulus ist ein Verlust. Sein Abgang hätte dennoch nicht so schmerzhaft ausfallen müssen. Dass Cenk Batus letzte Ermittlung an der Elbe böse ausgehen würde, wusste man von Anfang an. "Die Ballade von Cenk und Valerie" hieß der "Tatort", mit so einem Namen gibt’s kein Happy End. Gleich zu Beginn sieht man Cenk Batu sterben, blutüberströmt, in den Armen seiner Geliebten.

Ein prächtig gefilmter Fernsehkrimi. Aber das Drehbuch! Reichlich überambitioniert. Batus schwangere Freundin wird entführt und von einer Profikillerin eingesperrt. Die ist außerdem Autistin, Alleinerzieherin und hat ein schweres Lungenleiden. Sie verlangt, dass Batu, der als Ermittler Zugang zu innersten Staatskreisen hat, den Bundeskanzler ermordet. Tut er das nicht, dann stirbt seine Freundin. Hinter dem Auftrag der Killerin steckt ein skrupelloser Finanz­trader (gilt heutzutage schon fast als Pleonasmus). Er will mit dem Tod des Bundeskanzlers und den daraufhin fallenden Aktien Geschäfte machen. Sollten Sie das Lesen dieser Geschichte anstrengend finden: Was glauben Sie, wie das Anschauen war.

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