Ges.m.b.H.: DÖF

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Meinung Kolumnen GesMBH
06/28/2012

Tellerminen

Ges.m.b.H: Karl Hohenlohe über das Schreiben und das Nichtschreiben

von Karl Hohenlohe

Warum" schreibt Elisabeth-Maria O. aus St. W., "konnte ich in Ihrer Rubrik noch nie von den tollen Fernsehköchen Andi & Alex lesen?"

Ich weiß es nicht.

Aber erst letzthin sah ich sie abseits ihrer angestammten Küche im Fernsehen scherzen. Die beiden sind ausgezeichnete Köche – der eine noch ausgezeichneter – und doch merkt man in der Sendung nichts von ihrer unterschiedlichen Prägung.

Der eine schlägt das Ei auf wie der andere, wird mit der gleichen Methode zum Wallen gebracht und was das Scherzen anbelangt, ist Gleichklang Credo.

Das Interessante an den Tändeleien ist, dass die Witze von allen verstanden werden, der Straßenfeger vielleicht lauter lacht als der Advokat und der Hirte leiser als sein Lamm, aber es bilden sich deswegen keine spinnefeindlichen Gruppierungen.

Was allesamt verbindet, ist die ausgefeilte Technik von Herrn Andi und Herrn Alex – die diesbezüglich nur von dem sehr beliebten Kabarettisten Christoph Fälbl geschlagen werden – schon vor der eigentlichen Pointe, durch glucksen, strahlen, lachen und kichern, ihre baldige Zündung anzukündigen.

Man kennt das, noch weiß man nicht, wohin sich das Scherzlein entwickelt, ob die Blonde oder die Schwiegermutter oder doch der burgenländische Gendarm desavouiert wird, schon wird prophylaktisch losgelacht und egal, ob die Pointe gut oder schlecht war, wir lachen mit.

Das ist nicht großes, aber auch nicht kleines Kino und immer noch um Gasthäuser besser als viele TV-Kochshows aus der Nachbarschaft, wo man dem Irrglauben anhängt, dass alle dickbäuchigen Menschen etwas vom Essen verstehen.

 

Einladungen, Beschwerden, Hinweise:office(at)hohenlohe.at

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