Meinung | Kolumnen | GesMBH
05.12.2011

Ges.m.b.H.: Fanartikel

Ein Leserbriefschreiber will wissen, warum Karl Hohenlohe Waltraut Haas verehrt. Aus drei Gründen huldigt er der Schauspielerin.

Warum", will Leserbriefschreiber Max W. wissen, "schreiben Sie eigentlich andauern so gut von der Waltraud Haas. Was gefällt Ihnen da?" Frau Haas hat viele Vorzüge, und dass man sie " Waltraut" schreibt und nicht "Waltraud", ist einer von ihnen. Ich hebe Frau Haas gerne in den Himmel und tue es, genauer gesagt, aus drei Gründen. Erstens: Frau Haas ist eine Frohnatur, niemals hat man sie schlecht gelaunt erlebt, und wenn sie es war, hat man sie eben nicht gesehen. Schon der bekannte Regisseur Franz Antel selig ließ mir gegenüber durchblicken, dass er Frau Haas auch deswegen besonders gerne engagiere, weil sie keine Allüren kenne und auf dem Set immer für gute Laune sorge. Zweites: Frau Haas hat einen Mann, dem sie in allergrößter Zuneigung verbunden ist. Nicht einmal habe ich Frau Haas um ein Interview gebeten, sie akzeptierte, ersuchte aber, gemeinsam mit ihrem Mann Rede und Antwort stehen zu dürfen. Das zeugt von Treue wie Respekt, und ich bin guter Hoffnung, dass Herr Strahl umgekehrt ähnlich mit Frau Haas verfährt. Drittens: Mexiko. Vielleicht hat die Leserschaft von Haas' Mutter Kenntnis, die jahrzehntelang der Gastwirtschaft in Schönbrunn, gleich neben dem Meidlinger Tor, vorstand. In den kargen Kriegsjahren kam fallweise eine ältere, hungrige Dame zu ihr, bekam ein wenig Essen geschenkt und ging wieder. Es war die Enkelin von Kaiser Franz Joseph, deren Vater sich in Mayerling verabschiedet hatte. Der Großonkel starb in Mexiko. So spannt sich bei Waltraut Haas ein Bogen von Kaiser Max bis Erwin Strahl, ein aufregender Zeitraum, wie ich meine, und daher verehre ich sie sehr.