über die Formel 1
10/01/2014

Verwandte Feindschaft

von Bernhard Hanisch

Aber eines gehört ihr ganz alleine: die einzigartige Rivalität

Bernhard Hanisch | über die Formel 1

Erklärte Liebhaber verehren sie als jene Sportart, die von der größtmöglichen Dynamik lebt, als perfektes Zusammenspiel sämtlicher Kräfte im Gegeneinander. Formel-1-Muffel mögen das Brüllen der Motoren im Idealfall als Schlafmittel für ein Nickerchen nach dem sonntägigen Schnitzelkonsum. Zu technisch, zu ungreifbar, zu unmenschlich, schlicht viel zu fad sei das von den Fliehkräften befohlene Hin- und Herwiegen gesichtsloser Köpfe.

Manche lassen beim Anblick eines neuen, glänzenden Boliden die Zunge schnalzen. Andere sehen das ständig komplizierter werdende Regelwerk als zu schalen Beigeschmack des Rennsports. Reifenstopps seien das Produkt eines flinken Teamworks, das die Rolle des Einzelkämpfers relativiert, loben Befürworter. Viel zu groß sei dabei die Abhängigkeit, die fahrerisches Können zur Nebensache deklariere, bemängeln die Gegner.

Die Formel 1 scheidet jedenfalls die Geister.

Aber eines gehört ihr ganz alleine: die einzigartige Rivalität. Ein Zweikampf, ausgeübt von Menschen, die sich im selben Lager befinden, aber dennoch zu erbitterten Gegnern werden. Die nicht wie Skifahrer, von jeder Berührungsangst befreit, dem Ziel entgegenrasen, sondern die im direkten Duell ihren Konkurrenten ständig im Auge behalten und attackieren. Als Nico Rosberg seinen Mercedes-Kollegen Lewis Hamilton in Belgien von der Strecke boxte, war die Saison schon gerettet.

Für Befürworter und Gegner.

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