über Grödigs Rückzug
05/18/2016

Schrei nach Veränderung

von Christoph Geiler

Vor allem gebührt dem Grödig-Manager Respekt für seine Courage.

Christoph Geiler | über Grödigs Rückzug

Man muss vor Christian Haas den Hut ziehen. Nicht etwa dafür, dass er mit dem Dorfverein aus Grödig tatsächlich sogar einmal auf der Europacup-Bühne vorspielen durfte. Vor allem gebührt dem Grödig-Manager Respekt für seine Courage, freiwillig den Rückzug aus der Bundesliga anzutreten. Das unterscheidet ihn dann doch von anderen heimischen Funktionären, die in der Vergangenheit mitten unter der Saison die Reißleine ziehen mussten und so die Liga ins Chaos stürzten.

Haas will sich auf keine finanziellen Abenteuer einlassen. Es wird in der Liga ohnehin schon genug herumgewurschtelt – das zeigen nicht zuletzt die Beispiele der Austrias aus Salzburg und Klagenfurt. "Es ist besser, nicht in der Sky Go Ersten Liga zu spielen", sagt Haas.

Das ist der nächste Beweis dafür, dass es im österreichischen Liga-System krankt. Haas’ Hilferuf schreit nach einer Reform. "Es kann bei uns nur eine Profiliga geben", sagt Grödigs Manager.

Andererseits: An der aktuellen Misere sind auch die sogenannten Traditionsteams nicht ganz unschuldig. GAK, LASK, Innsbruck, Klagenfurt, Bregenz – das sind die renommierten Klubs, die seit 2000 aus der Liga geworfen werden mussten und heute nicht mehr in der höchsten Spielklasse am Ball sind. Hätten sich diese Vereine an die finanziellen Spielregeln gehalten, wären sie nicht alle Opfer der Großmannssucht der Funktionäre geworden, die Liga müsste sich heute wohl nicht den Kopf über ein neues Format zerbrechen.

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