über die Sommerreisen der großen Klubs
08/02/2016

Grotesken statt Pause

von Wolfgang Winheim

Das Erobern der größten Wachstumsmärkte Nordamerika und China ist legitim

Wolfgang Winheim | über die Sommerreisen der großen Klubs

Aktuelle Auszüge aus dem Raritätenkabinett Fußball:

In Vorarlberg hat Altach-Trainer Canadi nach dem Prachttor gegen Rapid dermaßen euphorisch gejubelt, dass er bei der Bundesliga angezeigt wurde.

In Linz droht nach Prügeleien beim Stadtderby just die gefürchtete Fangruppe "Stahlstadt Kollektiv" der Polizei mit Strafanzeige.

In Horn wurde vom japanischen Investor die Champions League zum Ziel erklärt, in Liga 2 in 2 Spielen aber kein Punkt erobert.

In Tirol fiebert mit Diana Langes-Swarovski Österreichs (sehr engagierte) erste Klubpräsidentin ihrem ersten Derby (InnsbruckSwarovski Wattens) entgegen.

In Klagenfurt wird am Samstag das französische Supercup-Finale zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Lyon ausgetragen.

Verglichen mit Manchester City und United, die zu ihrem (dann wegen Gewitters abgesagten) PR-Derby bis Schanghai flogen, kicken die Franzosen in der Wörthersee-Arena vor ihrer Haustür. Während sich Salzburg, Austria, Rapid und Admira durch die Euro-Qualifikation quälen müssen, gehen Europas Reiche auf Weltreise. So legten 20 englische Klubs in der "Sommerpause" 270.300 Flugkilometer und 18 deutsche Bundesligaklubs insgesamt 119.000 zurück.

Das Erobern der größten Wachstumsmärkte Nordamerika und China ist legitim. Nur soll keiner von den Geldgierigen mehr, wie bei der EM ständig getan, über zu viele Pflichtspiele und die Überbelastung ihrer Stars jammern.

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