über die Zukunft des Teamchefs
10/15/2013

Pro statt Lager-Koller

von Wolfgang Winheim

Fast 90 Prozent stimmten via KURIER-Online für Koller

Wolfgang Winheim | über die Zukunft des Teamchefs

Gegen die g’winnen wir normalerweise mit dem Journalisten-Team“, sagte ein verbitterter Teamchef Josef Hickersberger nach dem 0:1 gegen die Färöer am 12. 9. 1990. Darauf kam’s tatsächlich zum ungleichen Ländermatch in Torshavn. Alle, mit Ausnahme des 1:0-Schützen, der am Höhepunkt seiner Karriere sofort zurücktrat, wirkten mit. Trotzdem erhielt der legendäre Zipfelmützen-Torhüter Knudsen von uns Reportern zwei Bummerln. Letztlich verwandelten die Färinger ein 0:2 noch in ein 4:2.

Inzwischen haben Teamchefs die Seiten gewechselt. Sie wurden Honorarkritiker. In dieser Funktion fordert Kolumnist Prohaska ein Bleiben von Marcel Koller; sieht Krankl in Kollers Abgang kein Drama; plädiert ATV-Analytiker Hickersberger für Herzog als Nachfolger. Koller selbst schweigt.

Vielleicht will er, der vom FC Nürnberg Begehrte, seine Gage beim ÖFB in die Höhe treiben. Vielleicht macht er weiter, wenn er erfährt, dass ihn sowohl die Spieler als auch die meisten Fans weiter als Teamchef haben wollen.

Fast 90 Prozent stimmten via KURIER-Online für Koller. Das ist angesichts der verpassten WM-Qualifikation ein sensationeller Vertrauensbeweis. Einer, der im Falle eines Nicht-Sieges auf Färöer allerdings sofort zu einem 10:90 verkäme. Somit müssen die Spieler beweisen, dass ihre Pro-Koller-Aussagen mehr als nur Lippenbekenntnisse sind, indem sie heute nicht nur für Österreich, sondern auch für den Schweizer rennen.

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