Meinung | Kolumnen | Alles Balletti
04.03.2012

Alles balletti: Zwingend positiv

Der Versuch, Positives in der österreichischen Bundesliga zu entdecken.

Der Tabellenführer der Frühjahrsmeisterschaft heißt ... Na?SV Mattersburg. Mit drei Siegen in vier Runden.Trainer Franz Lederer hat alles richtig gemacht. Er führt seine Sportvereinigung der Namenlosen an das nicht allzu hohe Bundesliganiveau heran. Er nützt geschickt aus, dass seinen Namenlosen auf diesem Bundesliganiveau kaum wehgetan wird von der übermächtigen Konkurrenz, wie es zumindest die Papierform einzureden versucht. So wie sich auch Ried längst zu einem Team gemausert hat, das selbst nach vier Niederlagen in Folge keine ernsthafte Bedrohung zu fürchten braucht. Salzburg leistet seinen Beitrag, lässt sich als Titelfavorit bereitwillig blamieren, spendet in rauen Mengen Selbstvertrauen. Man zwinge sich also zur Abwechslung, die momentane Situation in ein positives Licht zu rücken. Der Legionärsanteil wurde – wie jahrelang gefordert – drastisch reduziert. Junge österreichische Spieler bekommen endlich Praxis und die Chance, irgendwann Aufmerksamkeit im Ausland zu erregen. Aber es wird lange dauern, bis Offensive und Kreativität wieder als eigentlicher Sinn des Spiels erkannt werden kann.Man zwinge sich also zur Abwechslung dazu, die Resignation durch Hoffnung zu ersetzen.