Karl Nehammer und das Türkise

Karl Nehammer und das Türkise
Programmatische Selbstvergewisserung täte der ÖVP jetzt gut – und dazu ein paar prägnante Köpfe für die politischen Kernbereiche.
Rudolf Mitlöhner

Rudolf Mitlöhner

Mit dem Amtsantritt von Karl Nehammer verbindet sich zunächst die Erwartung auf professionelles Pandemiemanagement; darüber hinaus ganz generell auf eine Rückkehr der Politik in ruhigere Gewässer zugunsten sach- und lösungsorientierten Arbeitens, wie zuletzt auch an dieser Stelle zu lesen war. Insbesondere an den ÖVP-Obmann Nehammer richtet sich aber auch die Frage der programmatischen Ausrichtung seiner Partei. Fatal wäre gewiss eine Rückkehr „zum Altgewohnten“ (© Martina Salomon).

Das empfehlen derzeit zwar viele Wohlmeinende mehr oder weniger explizit – auch wenn sie es natürlich nicht so nennen, sondern von Rückkehr zu den (christlich-sozialen) Wurzeln und dergleichen mehr reden. Gemeint aber ist: die „gute, alte ÖVP“, die sich – solange man sie zur Mehrheitsbeschaffung braucht – mit Platz zwei und den damit verbundenen Pfründen bescheidet.

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