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Meinung
01/29/2020

Dominic Thiem: Viele kleine Schritte auf dem Weg nach oben

Beim Einzug ins Melbourne-Halbfinale beweist der Österreicher, dass Spitzentennis mehr ist als Talent und harte Schläge.

von Philipp Albrechtsberger

Die wichtigste Erkenntnis am Erfolg von Dominic Thiem über Rafael Nadal war, dass der Sieg nicht überraschend kam. Der Niederösterreicher macht 2020 weiter, wo und wie er 2019 aufgehört hat: mit großen Siegen, gegen die ganz Großen, auf den großen Bühnen.Waren es bei den ATP Finals im November Roger Federer und Novak Djokovic, die die Härte und Reife des 26-Jährigen zu spüren bekamen, so war es diesmal die spanische Nummer eins, mit der Thiem die größte Rivalität verbindet.

Das Gefühl des Triumphes über den 19-fachen Grand-Slam-Sieger hatte er zuvor bereits vier Mal auskosten dürfen, doch in Melbourne gelang dies Österreichs Nummer eins nun erstmals auf Major-Ebene.

Wieder so ein prestigeträchtiges Hakerl auf der mittlerweile recht langen Checkliste von Dominic Thiem. Schon am Freitag könnte das nächste hinzukommen. Das erste Grand-Slam-Endspiel auf Hartplatz wartet. Der Weg dorthin ist zwar nicht sehr weit, jedoch mitunter mühevoll.

Gegner Alexander Zverev fühlt sich nach blamablen Wochen und Monaten in Melbourne vom Glück geküsst und hat nach dem bisher größten Major-Erfolg seiner Laufbahn wenig zu verlieren.Ganz anders die Ausgangslage bei Dominic Thiem. Er geht nicht nur als Favorit in das Spiel (Freitag, 9.30 Uhr MEZ), sondern ist erstmals auch der Ältere in seinem fünften Grand-Slam-Halbfinale. Das weckt Erwartungen - nicht nur bei ihm selbst, sondern auch in der Tenniswelt.

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Mit Zverev verbindet ihn eine lange und gute Freundschaft. Die Karrieren der beiden könnten jedoch unterschiedlicher kaum sein. Der noch immer erst 22-jährige Deutsche galt früh als Ausnahmeerscheinung. Doch für Spitzentennis ist mehr nötig als Talent und harte Schläge. Das Spiel erfordert Hingabe, Veränderungswillen, Anpassungsfähigkeit, Intelligenz. Nicht bloß auf dem Platz, oft auch abseits davon. Genau darin scheint eine Stärke des Österreichers zu liegen, wie erst kürzlich in Australien die rasche, aber offenbar notwendige Trennung von Kurzzeit-Coach Thomas Muster gezeigt hat.

 

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