Meinung
11.03.2018

Die Melodie des Frühlings

Nach vielen bitterkalten Wochen spüren wir endlich die milde Sonne auf unserer Haut und hören die Vögel zwitschern.

Immer wieder berührt mich der Wandel vom Schatten zum Licht, zu dem wir alle beitragen können – wenn wir uns engagieren.

Toni Faber | über eine Spendaktion der Gardemusik

Der Frühling zieht ins Land. Und ich liebe den Frühling! Nicht nur weil ich als Märzgeborener in dieser besonderen Stimmung nach den kalten, grauen Wintermonaten meinen Geburtstag feiern darf und dabei sehr dankbar die Freude über mein Leben spüre. Vor allem auch ist es die Zeit vor dem Osterfest – eine Zeit der Hoffnung und der Zuversicht.

Das Gardekonzert

Ein jährlicher Fixpunkt für mich ist das Frühlingskonzert der Gardemusik. Jedes Mal ein großartiger Auftritt des Orchesters, das unser Land auch bei Militärmusiktreffen auf der ganzen Welt – von Moskau bis Rom – vertritt. Achtzig Musiker werden am Dienstag 20.3., mit ihrem Dirigenten, dem Militärkapellmeister Bernhard Heher, im prunkvollen Festsaal der Hofburg auf der Bühne stehen. Der imperiale Rahmen ist besonders passend, da die Garde ja 1756 aus der Leibgarde des Kaisers hervorgegangen ist. Sopran-Star Ildikó Raimondi wird ihre glockenhelle Stimme, die sonst in den größten Opernhäusern der Welt und auch im Stephansdom zu hören ist, an diesem Abend erklingen lassen, TV-Größe Alfons Haider moderiert .

Was macht diesen Abend, abseits der hohen musikalischen Qualität, so besonders? Dass die Gardisten mit ihrem Kommandanten Stefan Kirchebner genau diese Hoffnung schaffen wollen, die die Zeit vor Ostern ausmacht. Mit den Karteneinnahmen werden zwei Hilfsprojekte unterstützt – diesmal " Caritas&Du" und der Verein "ZUKI-Zukunft für Kinder", der Straßenkindern in Kalkutta in einem großen Heim- und Schulareal Geborgenheit und Schulbildung schenkt. Junge Soldaten also engagieren sich für sozial Schwache – nicht nur, weil die Verantwortung für die Gesellschaft Teil ihres Auftrages ist, sondern weil sie, wie so viele, auf dieser Welt auch etwas zum Guten wenden wollen. Durch die kraftvollen Töne und den bezaubernden Gesang in der Wiener Hofburg wird Veränderung bis in die elenden Straßen von Kalkutta getragen, wird Segen in die Wohnheime für Mütter und Kinder in Österreich von "Caritas&Du" gebracht.

Immer wieder berührt mich diese Transformation, der Wandel vom Schatten zum Licht, zu dem wir alle beitragen können – wenn wir uns engagieren, wenn wir karitative Aktionen unterstützen. So können Lebens-Melodien vom schwermütigen Moll zum leichtfüßigen Dur transponiert werden. Durch unsere Mithilfe. Durch unsere Tat. Bringen wir die Hoffnung und Zuversicht des Frühlings auch zu anderen! Es ist ganz leicht.Karten unter www.diegarde.atDer Autor ist Dompfarrer zu St. Stephan.