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Kommentar
07/06/2021

Corona und die FPÖ: Der blaue Leichtsinn

Mit blauer Einsicht wird nicht zu rechnen sein, zu sehr sieht sich Bundesparteiobmann Herbert Kickl als Galionsfigur der Gegner der Corona-Maßnahmen.

von Martin Gebhart

Die schwere Erkrankung von Oberösterreichs FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner war für seine Partei nicht Warnung genug. Im Parlament gibt es auch weiterhin die unverbesserlichen blauen Abgeordneten, die Corona-Masken verweigern und das Testen als ausreichende Sicherheitsmaßnahme sehen.

Dass mit Christian Hafenecker ein FPÖ-Mandatar am Beginn eines parlamentarischen Corona-Clusters steht, setzt der ganzen Sache nun die Krone auf. Das müsste jetzt eigentlich vieles relativieren, was der blaue Corona-Leichtsinn in den vergangenen Monaten am Rednerpult im Parlament gegen die „Schikanen“ der Regierung verbal produziert hat. Meist ändert sich viel, wenn man vom Kritiker zum Betroffenen wird.

Tatsächlich wird aber nicht mit blauer Einsicht zu rechnen sein, zu sehr sieht sich Bundesparteiobmann Herbert Kickl als Galionsfigur der Gegner der Corona-Maßnahmen. Da reicht es nicht, dass seine Fraktion nun im Ibiza-U-Ausschuss von der Covid-Realität eingeholt worden ist.

Abseits der freiheitlichen Corona-Gefühle hat der U-Ausschuss-Cluster auch eine gewisse innenpolitische Brisanz. Zu dem Umtrunk nach der Ausschuss-Sitzung waren alle geladen, nur nicht die ÖVP. Und diese stellt sich nun die Frage, was die Vertreter des grünen Koalitionspartners antreibt, dass sie mit der Opposition anstoßen. Auf die Antwort muss sie wohl warten, bis die Quarantäne vorbei ist.

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