Milorad Dodik (hinten rechts) lässt es sich an seinem Arbeitsplatz gutgehen. 

© Twitter/SNSD

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10/19/2021

Bosniens Präsident veranstaltete eine Party in seinem Kabinett

Das serbische Präsidiumsmitglied Milorad Dodik lud einen Akkordeonspieler in sein Büro ein und trank Sliwowitz mit Kollegen.

Man kann nicht sagen, er habe es nicht angekündigt. Das ewig streitsüchtige serbische Mitglied des dreiköpfigen Präsidiums Bosnien-Herzegowinas hatte letzte Woche nach dem Treffen mit dem neuen österreichischen Außenminister Michael Linhart vor Presseleuten erklärt, er werde die angespannte Atmosphäre in der Führungsriege lockern. Das wolle er tun, in dem er einen befreundeten Akkordeonspieler in sein Kabinett einlädt. 

Gesagt, getan. Am Montag teilte Dodik in den sozialen Netzwerken ein Video von seinem Arbeitsplatz. Darauf ist er mit sechs weiteren Männern zu sehen. Einer davon ist der in der Woche zuvor erwähnte Musiker. Auch Dodiks Berater Radovan Kovačević und der Staatsminister für Außenhandel und Wirtschaftsbeziehungen Staša Košarac nahmen an der Party statt. Party?

Wie nennt man den sonst eine Versammlung von mehreren Personen, bei der ein Akkordeonspieler für gute Stimmung sorgt, während die beteiligten Personen Alkohol trinken. Alkohol? Ja, auf dem Tisch, vor jedem der geladenen Gäste steht ein Gläschen mit Schnaps. 

Gespielt und gesungen wurden ein paar serbische nationalistische Lieder. Während das Lied namens "Die serbische Mutter gebar mich" ("Srpkinja je mene majka rodila") rief Dodik seine Mutter an, sang ihr vor und plauderte kurz mit ihr. Herzzerreißend. 

 

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