So werden Maroni richtig gebraten

Im Backofen können Maroni selbst geröstet werden
Maroni sind im Herbst sehr beliebt. Aber wie werden sie richtig zubereitet?

So gelingen die Maroni im Maronibrater

Falls Sie die Maroni zuvor in Wasser eingelegt haben, sollten Sie diese gut abtrocknen. Wasser könnte im Maronibrater einen Kurzschluss auslösen.

Die Schale der Maroni kreuzweise einritzen.

Wer eine große Menge braten will, wählt eine höhere Temperatur. Wer nur eine kleine Menge braten will, reduziert die Temperatur.

Hat der Maroniröster die gewünschte Temperatur erreicht, muss der Deckel abgenommen und die Maroni in den gelochten Kastanieneinsatz hineingelegt werden.

Röster wieder schließen.

Nach 30 Minuten sind die Maroni fertig – mehrmals wenden. Öl ist nicht notwendig. Die Maroni eventuell in einem feuchten Tuch nachschwitzen lassen.

So gelingen die Maroni im Backofen

Maroni gut abtrocknen und die Schale kreuzweise einschneiden.

Bei 220 Grad für zehn Minuten ins Backrohr.

Das Blech mit den Maroni gut durchrütteln und nochmals zehn Minuten backen.

Nach dem Backen müssen die Maroni in einem feuchten Tuch oder in einem mit Zeitungspapier ausgelegten Topf zehn Minuten schwitzen.

Einkäufer im Supermarkt erkennen die Qualität daran, dass die Nüsse fest und schwer sind sowie eine glatte, glänzende Schale besitzen.

Der hohe Zuckergehalt in Verbindung mit dem hohen Wassergehalt macht Maroni leicht verderblich. Bei Zimmertemperatur können diese eine Woche lang aufbewahrt werden, im Kühlschrank bis zu einem Monat. In einem Kübel mit trockenem Sand können die Nüsse sogar mehrere Monate haltbar gemacht werden.

Wer sie im Kühlschrank lagert, sollte die Nüsse in ein durchlöchertes Plastiksackerl einwickeln. Gekochte Esskastanien lassen sich einfrieren, so kann die Haltbarkeit auf ein halbes Jahr verlängert werden.

Maroni müssen untergehen

Die Maroni eine Stunde in Wasser einweichen, damit man sie später besser schälen kann und sie nicht austrocknen.

Ob eine Esskastanie von guter Qualität ist, lässt sich durch einen Wassertest feststellen. Gehen diese in einer Schüssel mit Wasser unter, können sie verarbeitet werden. Schwimmende Nüsse deuten auf Wurmbefall hin und gehören aussortiert.

So werden Maroni richtig gebraten

Wie erkennt man, ob eine Kastanie frisch ist? Alexander Hengl vom Wiener Marktamt hat drei Tipps: "1. Die Schale muss glatt sein und darf keine Fressspuren aufweisen. 2. Die Marone darf sich nicht eindrücken lassen und 3. sie darf nicht hohl klingen." Auch auf Schimmelbefall sollte man ein Auge haben.

So werden Maroni richtig gebraten

Name: Maroni stammen ursprünglich aus Kleinasien. Die Griechen gaben der Esskastanie den Namen nach der Stadt Kastana am Schwarzen Meer.

So werden Maroni richtig gebraten

Mineralstoffe: Die Esskastanie besteht aus einem hohen Anteil an Linolsäure, die ein Bestandteil der Haut ist. Außerdem beinhalten Maroni wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium und Phosphor. Zudem sind die gerösteten Früchte eine kalorienarme Angelegenheit: 100 Gramm haben gerade einmal 210 kcal.

So werden Maroni richtig gebraten

Maroni verderben schnell: Kastanien sind eine heikle Frucht. Bereits am Baum nagen Insekten an der stärke- und zuckerhaltigen Kastanie, durch das Wasserbad nach der Ernte neigen sie wiederum zu Schimmel.

So werden Maroni richtig gebraten

Drei Sorten: Die gewöhnliche Esskastanie (Edelkastanie) ist größer und runder als Maroni. Sie hat eine flache Seite. Die Maroni ist herzförmig, hat eine dreieckige Unterseite und ist kleiner als die Edelkastanie. Dauermaronen zählen zwar auch zur Gruppe der Maroni, aber sie sind meist größer und länger haltbar.

So werden Maroni richtig gebraten

Anbaugebiete: Es gibt nur wenige Anbaugebiete für die Edelkastanie: unter anderem das südliche Burgenland, die Steiermark, das Kärntner Lavanttal sowie die Wachau. Vor Jahrhunderten galten Maroni als "das Brot des kleinen Mannes", weil die getrockneten Esskastanien zu Mehl gemahlen und so unter anderem zur Brotherstellung verwendet wurden.

So werden Maroni richtig gebraten

Österreichweit: Die Zahl der Standler ist in den vergangenen Jahren auf etwa 800 gesunken (2005 waren es noch knapp 1000). Grund dafür ist, dass immer mehr Konsumenten Maroni lieber im Supermarkt kaufen und daheim im Backrohr braten. Dies lässt die Umsätze auf der Straße schrumpfen.

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