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Leben
06/16/2019

Von Luca bis Kim: Unisex-Namen werden immer häufiger

Eltern müssen sich in Österreich bei der Namensauswahl an verschiedene Kriterien halten.

von Katharina Salzer

„Alex, komm bitte her!“: Ist Alex ein Bub oder ein Mädchen? Luca, Andrea, Sascha, Toni, Kim – weiblich oder männlich?

Wer die Namen hört, weiß es nicht. Sie lassen eine Zuordnung offen. Auch im Namensatlas der Statistik Austria – die Grundlage für die Behörden – gelten sie für Männer und Frauen.

Eltern erkundigen sich immer wieder nach geschlechtsneutralen Vornamen, berichtet Gabriele Rodriguez vom namenkundlichen Zentrum der Universität Leipzig in Deutschland. Es werden auch Anfragen aus Österreich bearbeitet. Denn hier gibt es kein solches Institut.

Ob die meisten Eltern bewusst nach den Namen suchen, die nicht eindeutig männlich oder weiblich sind, kann die Forscherin aber nicht beantworten. Fest steht aber: Namen sind Spiegel der Gesellschaft. „Es kann leicht sein, dass die Kennzeichnung des Geschlechts in Zukunft keine Rolle mehr spielen wird“, erklärt Rodriguez. Die Tendenz geht zur freien Wahl von Vornamen.

Noch ist es allerdings nicht so weit. In Österreich muss der erste Vorname laut Gesetz einer sein, der dem Geschlecht entspricht. Gilt ein Name für beide Geschlechter, kann er verwendet werden.

Die Eltern müssen sich bei der Namensgebung an verschiedenen Kriterien halten: Es müssen gebräuchliche Vornamen sein, aber nicht aus unserem Kulturkreis. Und solche, die dem Kindeswohl nicht abträglich sein. Sein Kind Axel zu nennen, wenn der Nachname Schweiß lautet, geht laut österreichischem Recht nicht.

USA

Der Trend zu Unisex-Namen macht sich vor allem in den USA bemerkbar: Laut der amerikanischen Sozialversicherungsbehörde, die die beliebtesten Kindernamen sammelt, schaffen es von Jahr zu Jahr mehr Unisex-Namen unter die Top 1000, berichtete die FAZ.

Als Grund für die Wahl eines geschlechtsneutralen Namens gaben viele Eltern an, den Nachwuchs nicht in ein bestimmtes Rollenbild pressen zu wollen. Die beliebtesten Kindernamen bleiben aber solche, die eindeutig einem Buben oder einem Mädchen zuzuordnen sind.

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