Leben
20.06.2018

Von Eltern getrennte Kinder: US-Moderatorin bricht in Tränen aus

Moderatorin Rachel Maddow zeigte eine emotionale Reaktion, als sie über Donald Trumps "Null-Toleranz-Politik" berichtete.

In den USA wurden in den vergangenen Wochen Tausende Kinder an der Grenze zu Mexiko von ihren Eltern getrennt. Allein zwischen Mitte April und Ende Mai wurden nach Angaben des US-amerikanischen Heimatschutzministeriums 2000 Minderjährige ihren Erziehungsberechtigten abgenommen (mehr dazu hier). Auf nationaler wie internationaler Ebene stößt Donald Trumps Vorgehen auf massive Kritik. In sozialen Medien zeigen sich viele Menschen ob des Grenzkrieges gegen Kinder bestürzt.

Betroffenheit bei Moderatorin

Die Tatsache, dass Kinder illegaler Einwanderer allein in Auffanglagern unterbracht leben müssen, löste am Dienstag auch bei Nachrichtensprecherin Rachel Maddow vor laufender Kamera eine emotionale Reaktion aus. Maddow, die auf dem Sender MSNBC allabendlich über das Weltgeschehen berichtet, geriet ins Stocken, als sie die Zuseher über aktuelle Vorkommnisse unterrichtete.

"Das wurde gerade von der Associated Press (US-Nachrichtenagentur, Anm.) veröffentlicht", sagte sie und musste den Satz durch Schlucken unterbrechen. "Das ist unglaublich", fuhr Maddow fort und fügte hinzu: "Die Trump-Regierung hat Babys und andere Kleinkinder…" Daraufhin konnte die Ansagerin nicht weitersprechen: Tränen schossen ihr in die Augen.

Weil sich Maddow nicht anders zu helfen wusste, bat sie die Regie, eine Grafik einzublenden. Da dies nicht möglich war, versuchte Maddow den Satz über die Auffangstationen für junge Illegale ein letztes Mal zu beenden, bevor sie endgültig an einen Kollegen abgab und sich verabschiedete.

"Es ist mein Job"

Auf Twitter entschuldigte sich Maddow anschließend beim Publikum. Es sei ihr Job, zum Sprechen fähig zu sein, während sie im Fernsehen auftritt: "Was ich zu tun versucht habe, als ich plötzlich nichts mehr sagen oder tun konnte, war diesen Vorspann zu lesen", schrieb sie. In weiteren Tweets teilte sie den Text, der für den Beitrag vorgesehen war.

Der Tweet wurde bisher über 70.000 Mal gelikt und fast 21.000 Mal geteilt. In den Kommentaren zeigt der überwiegende Großteil der User Verständnis für Maddows tiefe Betroffenheit: