Otto Koenig am 12. August 1982 - heute wäre der Verhaltensforscher 100 Jahre alt.

© KURIER/Wilhelm Schraml

100. Geburtstag
10/23/2014

Otto Koenig: Ein Denkmal für den Verhaltensforscher

Der Schüler von Konrad Lorenz bekommt zum 100. Geburtstag eine Gedenktafel an seinem einstigen Wirkungsort.

Rendezvous mit Tier und Mensch - so hieß die letzte Sendung des Verhaltensforschers Otto Koenig. Der Mann mit dem weißen Bart und der khakifarbenen Hemd entführte das Fernsehpublikum von 1956 bis zu seinem Tod 1992 in die Welt der Tiere. Heute wäre der einstige Schüler von Konrad Lorenz 100 Jahre alt geworden. Pünktlich zu diesem runden Jubiläum wird nun für ihn und seine Frau Lilli Koenig eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wirkungsort enthüllt - dem heutigen „Konrad-Lorenz Institut für Vergleichende Verhaltensforschung“ (KLIVV).

Gemeinsam mit seiner Frau Lilli Koenig baute er dort in der Nachkriegszeit eine eigene Forschungsstelle auf. Seine Frau zeigte ihm damals Flak-Barracken auf dem Wilhelminenberg am Wiener Stadtrand. Dort stellte das Paar ein „Betreten verboten“-Schild auf und baute die Biologische Station auf. Die Stadt Wien genehmigte diese Okkupation nachträglich. Diese Einrichtung wurde 1967 unter seiner Leitung zum Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1989 wurde die Station in Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung umbenannt. 2011 übernahm die Veterinärmedizinische Universität Wien das KLIVV.

"Otto Koenig hatte es leichter als viele andere Wissenschaftler, die so schwer aus ihren Elfenbeintürmen herauskommen, denn er ist nie drinnen gesessen."

(Hubert Weinzierl, Naturschützer)

"Wir sind vor dem Krieg im Wald spazieren gegangen. Otto hat gesagt: ,Wir zwei bauen miteinander eine Biologische Station‘. Ich wusste zwar nicht, was das ist, war aber sofort bereit, ihm zu helfen."

(Lilli Koenig, Ehefrau, gest. 1994)

"Otto Koenig: ein undisziplinierter Interdisziplinärer."

(Bernd Lötsch, Biologe)

"Lilli Koenig war die treue Begleiterin seines Lebens und vielleicht die einzige Beraterin, auf die er wirklich hörte."

(Irenäus Eibl-Eibesfeldt, 1946-1949 Mitarbeiter von Koenig)

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