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Was man als Kreuzfahrt-Novize wissen muss

Auf der Rundfahrt von und nach Savona erlebt der Kreuzfahrt-Neuling viel Außergewöhnliches auf der Costa Smeralda. Er lernt schnell, die Pläne neben den Aufzügen zu lesen. Und das erspart, ganz simpel, viel Gehzeit.

Es muss ein ungewöhnlicher Anblick gewesen sein. Während der Fahrt von Ibiza nach Palermo spaziert ein älterer Herr mit Badeschlapfen und im Bademantel suchend durch das Casino des Kreuzfahrtschiffes Costa Smeralda. Um ihn herum piepsen die Glücksspielautomaten, vereinzelt sitzen Gäste an den Spieltischen, aber kein Hinweis zeigt ihm sein Ziel auf dem Schiff. Der Passagier sucht das Spa, er hat eine Massage dort gebucht, der Termin ist in Kürze. Endlich erbarmt sich ein Mitarbeiter und führt den Bademantel-Gast zu den Aufzügen und zeigt ihm am Plan, wo das Spa ist. In einem anderen Stockwerk, am anderen Ende des Schiffes. Tja, es ist auch wichtig, darauf zu achten, wo man sich gerade befindet, ob am Bug oder am Heck. Dementsprechend sind die Aufzüge zu nehmen, damit man gleich am richtigen Deck am richtigen Platz ist. Die Costa Smeralda – benannt nach der gleichnamigen Küste auf Sardinien – ist wirklich groß und man kann hier ausgiebige Wanderungen unternehmen. Auch mit Badeschlapfen und Bademantel.

Einfache Dinge, über die Kreuzfahrt-Kenner vielleicht schmunzeln, lernt der Autor auf seiner allerersten Fahrt. Also der Reihe nach.

Boarding und Check-in: Die Karte ist immer dabei

Im Shuttlebus, der die Passagiere vom Flughafen von Genua zum Hafen von Savona bringt, zücken viele Urlauber ihr Handy und fotografieren die kolossale Erscheinung, die da im Hafen liegt: Wie ein riesiger Wohnblock schaut das Schiff von hier aus. Jetzt ist es gleich so weit, dann geht es für den Novizen auf die Costa Smeralda. Die Spannung ist groß, wie es auf dieser schwimmenden italienischen Kleinstadt werden wird. Vom Terminal geht es auf das Schiff und zum Check-in, mit der Hilfe der Costa-Mitarbeiterin Emmi Ünsal kein Problem. Und schnell wird auch klar, was das Wichtigste während des Aufenthalts ist: die Cruise Card. Die Karte braucht man als Kabinenschlüssel und zum Bezahlen. Die Kabine ist mit einer fünfstelligen Nummer gekennzeichnet, in diesem Fall ist es die 12079. Das heißt also mit dem Lift auf das 12. Deck und dann die Nummer 79 suchen. Die Wegweiser sind verlässlich und nach einem längeren Marsch von 201 bis 79 ist die eigene Kabine erreicht. Sie lässt sich – genau – mit der Karte öffnen. Vor dem Neuling liegt ein großes Zimmer mit einem schönen Bad und mit einem Balkon. Der Kabinensteward hat eine Schüssel mit frischem Obst, einen Kuchenteller und genügend Trinkwasser bereitgestellt. Es lässt sich hier aushalten.

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Ein Schiff der Superlative: 337 Meter lang, 19 Decks, Platz für 6.218 Passagiere. 

©Martin Grabner

Unterwegs auf den Decks: eine kulinarische Reise

Nun geht es aber los, das Schiff muss erkundet werden. Der Kreuzfahrt-Novize packt also seine Cruise Card, hängt sie sich um und geht los, um den von Emmi Ünsal vorgeschlagenen Treffpunkt für später zu suchen. Auf Deck 7 ganz hinten in der Terazza Superba. Man kommt dort am besten hin, wenn man auf Deck 8 draußen entlang läuft und dann hinten die Treppen hinunter. Er findet den Treffpunkt trotzdem nicht, nach ein paar Telefonaten mit Emmi hat er endlich die toll gelegene, gemütliche Superba erreicht, trifft dort seine Kollegen und Emmi und man gönnt sich einen Drink bei chilliger Musik, bevor es zum Abendessen geht.

Emmi hat für ihre Gäste für jeden Tag eines der außergewöhnlichen Restaurants gebucht. Los geht es am ersten Abend mit dem Bellavista, einem feinen italienischen Restaurant mit hervorragender Bewirtung – die Vorspeisen werden vor jedem Gast vom Kellner nach Auswahl zusammengestellt. Die kulinarische Reise geht täglich weiter, einmal im Sushi-Lokal, ein anderes Mal in der Osteria Frescobaldi, es ist das erste Lokal auf dem Meer der berühmten toskanischen Winzerei. Und einmal setzt sich der Kreuzfahrer-Novize in das Kebab-Lokal und beißt in einen Döner-Kebab. Ein Höhepunkt ist das Teppanyaki-Lokal, wo japanische Köche showkochen, also ein echtes Gourmet-Theater inszenieren.

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Ein kulinarischer Höhepunkt der Kreuzfahrt: Gourmet-Theater im Teppanyaki-Lokal.

©Martin Grabner

Der absolute Höhepunkt passiert aber am letzten Abend im Archipelago. Zwölf Gänge von drei verschiedenen Küchenchefs (den Drei-Sterne-Köchen Bruno Barbieri, Hélène Darroze und Ángel León) zusammengestellt, garantieren ein mehrdimensionales Geschmackserlebnis. Das Licht, der Klang und der Raum entwickeln sich mit jedem servierten Teller. Fotografieren ist nicht erlaubt, die Kellner passen sehr darauf auf.

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Außergewöhnliches Restaurant: Licht und Klang  verändern sich mit jedem Gang.

©Martin Grabner

Auf der Brücke: Der stolze Kapitän und sein Schiff

Wer auch sehr aufpasst auf das Schiff, ist der Kapitän. Ein Treffen mit Giovanni Cosini auf der Brücke gehört zum Höhepunkt. Der stolze Italiener hat viel über die Smeralda zu erzählen. Doch Zahlen wie 183.000 Bruttoregistertonnen, neunzehn Decks, 337 Meter Schiffslänge ... vergisst man schnell. Dass das Flaggschiff der Reederei mit emissionsarmem LNG (Flüssigerdgas) betrieben wird, überrascht auch nicht.

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Giovanni Cosini, der stolze Kapitän der Costa Smeralda: Jedes Schiff bekommt beim Erstanlauf eines Hafens eine Plakette.

©Martin Grabner

Die Landausflüge nicht vergessen

 Auch auf den Landausflügen verwöhnt Emmi ihre Gäste. Paella im Strandrestaurant auf Ibiza oder der Markt in Palermo, wo es an jedem Stand köstliches Fingerfood gibt. Für so viel Essen müsste man eigentlich auch ein wenig den Körper trainieren. Ein großes Fitnessstudio gibt es auf dem 16. Deck. Und plötzlich leuchtet das Gesicht des Kreuzfahrt-Novizen im Bademantel: Daneben ist ja der Eingang zum Spa. Ein herrlicher Platz mit Namen Solemio: Whirlpools, Sauna, Hamam, ein Schnee-Raum, Massagen. Nur finden muss man es, dann hat man eine entspannte Zeit.

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Landausflug: Am Markt in Palermo gibt es an jedem Stand köstliches Fingerfood.

©Martin Grabner

Info

Costa Smeralda 
Das Flaggschiff der italienischen Reederei  Costa Crociere fährt im Sommer im Mittelmeer und läuft ab Savona die schönsten Häfen Italiens, Frankreichs und Spaniens an. Im Winter nimmt die Costa Smeralda Kurs auf die Kanaren und Madeira, wo spektakuläre Küstenlandschaften und der weite Atlantik warten.  Aktuelle Angebote  und alle Routen gibt es unter costakreuzfahrten.at

Ruefa-Messe für Kreuzfahrer 
Am 27. und 28. 11. lädt Ruefa zur  Messe „Die Welt der Kreuzfahrt“ in die  Wiener Börsensäle ein. Rund 25 Reedereien präsentieren ihre Angebote und geben exklusive Einblicke in die Welt der Kreuzfahrt. Fr. von 13–18 Uhr, Sa. von 10–17 Uhr. Der Eintritt ist frei. ruefa.at

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