Leben
10.08.2018

Neuseeland will Einweg-Plastikackerl schrittweise abschaffen

Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern verkündete das Verbot zum Schutz der Meere und Meeresbewohner.

Neuseeland will künftig Einweg-Plastiksackerl verbieten. "Wir schaffen Einweg-Plastiksackerl schrittweise ab, um besser auf unsere Umwelt zu achten und Neuseelands sauberen, grünen Ruf bewahren können", erklärte Regierungschefin Jacinda Ardern am Freitag. Sie verwies auf "hunderte Millionen" Einweg-Plastiktüten, die pro Jahr verwendet würden und vielfach im Meer landeten.

Schutz von Meerestieren

Einweg-Plastiksackerl zählen zu den häufigsten Dingen, die im Müll an Neuseelands Küsten gefunden werden. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßte die Entscheidung der neuseeländischen Regierung zur Einführung eines Verbots. Dies sei ein "wichtiger erster Schritt" zum Schutz von Meerestieren wie Schildkröten und Walen, die oft durch den Verzehr von Plastik verenden. Nach UN-Angaben haben bisher mehr als 60 Länder Verbote verhängt oder verlangen Abgaben auf Einweg-Plastikgegenstände wie Sackerl.

Aus für Gratis-Plastiksackerl

In Österreich dürfen etwa seit 1. Jänner 2018 im Kassenbereich keine Gratis-Sackerl mehr aufliegen. Sehr leichte Kunststofftragetaschen - ausgenommen sind jene, in die Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Kräuter, Brot, Gebäck oder Snacks verpackt werden - kosten mindestens fünf Cent, für leichte Plastiksackerln muss man 30, für schwere Kunststofftragetaschen 50 Cent zahlen. Im Kassenbereich dürfen außerdem keine Gratis-Plastiksackerl mehr aufliegen, wiederverwendbare Einkaufstaschen als Alternative müssen angeboten werden.