Das Schnüffeln als Sport soll Vier- und Zweibeinern Spaß machen.

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Tiercoach
06/08/2015

Mit dem Hund auf der richtigen Fährte

Spurensuche ist für Hund und Besitzer eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

von Hedwig Derka

Immer der Nase nach. Hunde verfügen über einen ausgeprägten Geruchssinn. Jedes Nasenloch nimmt Umwelteindrücke einzeln wahr, insgesamt sind bis zu 220 Millionen Riechzellen aktiv. Je länger die Schnauze des Tieres ist, desto mehr Duftmoleküle können erschnüffelt werden. Kein Wunder, dass sich die Vierbeiner in allen Lebenslagen von ihrem sensibelsten Organ leiten lassen.

Team

"Der Mensch setzt Hunde seit Jahrhunderten zur Spurensuche ein", sagt Zoodoc Katharina Reitl. Während in alten Tagen vor allem Jäger den phänomenalen Riecher ihrer Helfer nutzten, profitieren heute zusätzlich Polizei und Rettung von der tierischen Unterstützung. Die Expertin aus dem KURIER-Tiercoach-Team weiß aber, dass nicht nur Gebrauchshunde Nasenarbeit leisten können. Fährtensuche und Mantrailing erfreuen sich auch als Hobby zunehmender Beliebtheit. Hundeschulen bieten entsprechende Kurse an.

"Im Hundesport geht es nicht darum, Verbrecher zu jagen oder Leben zu retten, sondern um eine sinnvolle Beschäftigung für Hund und Halter", sagt Reitl. Spaß steht an beiden Enden der Leine im Vordergrund – und die Faszination, Aufgaben als Team zu lösen. Das Tier hat den richtigen Riecher, lässt sich mitunter aber durch Hasen oder eine Hündin von der ursprünglichen Fährte abbringen. Der Halter muss seinen Schützling gut kennen und ebenso konzentriert bei der Sache sein. Das Finden ist für Tier und Mensch der Höhepunkt.

Mantrailing

"Beim Mantrailing nimmt der Hund den Individualgeruch eines Menschen auf", erklärt Reitl. Dieser kann sich am Boden absetzen oder durch den Wind verweht sein. Der Vierbeiner ist bei der Verfolgung also nicht fußspurentreu unterwegs.

Fährtenarbeit

Im Unterschied dazu orientiert sich der Schnüffler bei der Fährtenarbeit an unmittelbaren Gerüchen, die ein Mensch durch mechanische Bodenverletzung hinterlässt. Der Hund atmet Düfte von zertretenen Pflanzen und Kleinstlebewesen sowie von beschädigter Erdoberfläche ein. Er hält Spur mit den Fußabdrücken.

"Die beiden Sportarten unterscheiden sich massiv im Training", betont Reitl. Auch bei der Überprüfung des Gelernten in der Hundeschule bzw. bei Wettbewerben werden verschiedene Aufgaben gestellt und unterschiedliche Kriterien bewertet.

Resümee vom KURIER-Tiercoach: "Egal für welche Nasenarbeit man sich entscheidet, sie ist mit jedem Hund möglich. Der Schwierigkeitsgrad kann an das Hund-Mensch-Team angepasst werden."

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