Zeit für Gespräche mit den Kindern

Renate Welsh in der Hauptbücherei mit „Zeit ist (k)eine Torte“
Foto: Heinz Wagner Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern

Renate Welsh, die bald 80 wird, und Kinder dreier Schulklassen beim Lesofantenfest in der Wiener Hauptbücherei über „Zeit ist (k)eine Torte“, Ängste, Außenseitertum und ewige Neugierde.

Zum Lesen aus ihrem jüngsten Buch „Zeit ist (k)eine Torte“ kam Renate Welsh-Rabady im Rahmen des Lesofantenfestes in der Hauptbücherei (in Zusammenarbeit mit der Buch Wien) nicht so besonders viel. Den Großteil der Zeit teilte sie im Gespräch mit den Kindern dreier Schulklassen. Ausgehend von einer Episode im Buch, in der Elli für die schrullige Nachbarin Frau Neudeck deren Katze rettet, sprachen die Autorin und die Kinder viel über unterschiedlichste Ängste. Und darüber, dass niemand keine Angst hat. Sie selber, so Welsh, die knapp vor Weihnachten ihren 80. Geburtstag begeht, habe beispielsweise vor jeder Lesung Angst – wie die Reaktionen des Publikums sein würden.

Geschichten gegen Schutz

Renate Welsh in der Hauptbücherei mit „Zeit ist (k)eine Torte“ Foto: Heinz Wagner Etliche Kinder von denen viele so manche der Bücher der Schriftstellerin gelesen hatten, wollten wissen, wie Renate Welsh-Rabady überhaupt zum Schreiben gekommen sei. Und lauschten – mit Zwischenfragen – dem spannenden Werdegang. Sie sei ein kleines, aber neugieriges, aufgewecktes und schlaues Kind gewesen, aber eher so „ein aufg‘stellter Hühnerdreck“. In der Schule hätten ein paar deutlich größere und stärkere Buben sie immer wieder verdroschen. Bis, ja bis eines Tages der größte und stärkste von denen der kleinen Renate einen Deal angeboten hätte: Sie schreibe für ihn die Hausübungen und müsse ihm obendrein auf dem Heimweg Geschichten erzählen und die dann aufschreiben – und dafür würde er dafür sorgen, dass Renate von allen in Ruhe gelassen würde. Dieser Junge brüstete sich dann mit den geschriebenen Geschichten – „was ich schon ungerecht empfunden habe, aber dafür musste ich keine Angst mehr haben.“

Außenseiter-Rolle

Renate Welsh in der Hauptbücherei mit „Zeit ist (k)eine Torte“ Foto: Heinz Wagner Später habe sie dann Geschichten – oft über Außenseiter-Kinder - geschrieben, damit sich andere weniger fürchten müssten, weil sie mit ihren Büchern Mut machen wolle. Auch Elli ist als Halb-halbe-Kind eine Außenseiterin, weil die Eltern ihrer Mutter vor Krieg aus einem anderen Land flüchten mussten. Die Außenseiter-Rolle – „die rotschädlade Hex“ sei sie oft in der Schule tituliert worden - liege ihr selber sehr. Als sehr junges Kind sei sie selbst immer wieder zwischen den Gefühlen, an allem Schuld zu sein, und großem „Selbstmitleid gependelt. Außerdem habe sie bis zum Alter von ungefähr acht Jahren kein „r“ sagen können, daher sei ihre wichtigste Frage „aber, walum?“ gewesen.

Mehrfach wollten einige Kinder auch wissen, ob alle Geschichten wahr oder ausgedacht seien, oder das eine oder andere Kind – im Fall des aktuellen Buches die Elli – ident mit der Autorin seien. Sie verglich die meisten ihrer Geschichten damit wenn beispielsweise aus echten Blättern ein neues Bild zusammengefügt werde. Sie habe als Kind auch gut zuhören gelernt und so könne sie nicht nur auf eigene Erlebnisse, sondern auch auf viele erzählten zurückgreifen, um solche neuen „Bilder“ entstehen zu lassen.

Neugier und Wissbegierde

Renate Welsh in der Hauptbücherei mit „Zeit ist (k)eine Torte“ Foto: Heinz Wagner Auf die Frage, woran sie gerade arbeite, gestand Welsh, „einerseits an einem Roman, der nicht so werden will und andererseits an einer Geschichte über einen schüchternen Buben“. Jene danach, wie viele Bücher sie schon geschrieben habe, konnte sie nicht beantworten – „ich weiß es einfach nicht, manche sagen 100, andere 80...?“, sagt die auch vielfach mit Preisen ausgezeichnete Autorin, die das Gespräch mit ihren Leserinnen und Lesern genießt und auch liebend gern die verschiedensten Schreibwerkstätten leitet – nicht nur mit Kindern und/oder Jugendlichen, sondern auch mit Bergbäuerinnen, Obdachlosen usw. Die großartige, preisgekrönte Autorin, Tochter eines Arztes, Enkelin eines Apothekers, die als Kind in der Schule nicht zuletzt deswegen aufgezogen wurde, weil sie nur Hochdeutsch gesprochen hat, ist völlig frei von Dünkel, nennt sogar eine Weisheit, „die ich von Hausmeisterin gelernt habe, als ich ungefähr 12 war“ als einen der tollsten Sätze: „Du bist a g’scheit’s Dirndl, aber es gibt keinen Deppen auf der Welt, von dem du nicht noch was Neues lernen kannst!“

Fotos von der Lesung und dem Gespräch der Autorin mit den Kindern

Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Renate Welsh-Rabady bei ihrer Lesung, vor allem aber dem Gespräch mit den Kindern Einige der Bücher von Renate Welsh Lange Schlangen am Ende, um Autogramme zu kriegen - auf einer Karte oder in mitgebrachten Welsh-Büchern Lange Schlangen am Ende, um Autogramme zu kriegen - auf einer Karte oder in mitgebrachten Welsh-Büchern Lange Schlangen am Ende, um Autogramme zu kriegen - auf einer Karte oder in mitgebrachten Welsh-Büchern Lange Schlangen am Ende, um Autogramme zu kriegen - auf einer Karte oder in mitgebrachten Welsh-Büchern Lange Schlangen am Ende, um Autogramme zu kriegen - auf einer Karte oder in mitgebrachten Welsh-Büchern Lange Schlangen am Ende, um Autogramme zu kriegen - auf einer Karte oder in mitgebrachten Welsh-Büchern Lange Schlangen am Ende, um Autogramme zu kriegen - auf einer Karte oder in mitgebrachten Welsh-Büchern Lange Schlangen am Ende, um Autogramme zu kriegen - auf einer Karte oder in mitgebrachten Welsh-Büchern

www.buechereien.wien.at/de/lesofantenfest2017

www.buchwien.at/

(kiku) Erstellt am
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