Im "Bücherwald"

© © wien museum

Interaktiv
11/06/2014

Bücherwald, Buchstaben-Bilder und eine Hör-Schaukel

In der Mira-Lobe-/Susi-Weigel-Ausstellung "Ich bin ich" im Wien Museum können Kinder aktiv mitmischen.

von Heinz Wagner

An rund 100 Schnüren hängend baumeln Bilderbücher knapp über dem Boden. Dazwischen stehen Stockerl. Auf die kannst du dich setzen, oder auch auf den Boden knotzen und in den Büchern schmökern.

Oder eine Begleitperson setzt sich dazu und liest dir vor. Ob aus dem Klassiker „Das kleine Ich bin ich“, das der neuen Ausstellung im Wien Museum am Karlsplatz seinen Namen gab, den „Geggis“ oder einem der vielen, vielen anderen Werke – geschrieben von Mira Lobe und fast die Hälfte davon von Susi Weigel illustriert.

Gleich neben diesem Bücherwald kannst du dich auf eine schwebende Matratze schwingen, dein Ohr an sie halten und schaukelnd die Musical-Version des Schmetterlinge-Kindertheaters von „Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel“ hören.

Vielfältige Welt

In dieser Ausstellung über den großen Kosmos, den das genannte Duo, aber auch Mira Lobe mit anderen Illustrator_innen in ihren Büchern aufspannt(e) kannst du auf verschiedene Art eintauchen in die bunte, vor allem vielfältige Welt – und wie sie noch viel schöner sein könnte. Zwei Arten sind schon oben beschrieben. So manch andere wird noch angeboten. So liegen in einem großen runden Behälter Magnet-Buchstaben, die du an die Wand „kleben“ kannst – nicht nur um etwas zu schreiben, sondern auch – wie unter anderem im Sprach-Bastel-Buch – damit Bilder zu gestalten. Als Anregung flattern an anderer Stelle von der Decke Schmetterlinge aus den Buchstaben B und I.

Mitgestalten

Oder du hilfst mit, ein riesiges Wandbild rund um „Hannes und sein Bumpam“ entstehen zu lassen – aus ausgerissenen Stückerln Buntpapier. So ist dieses Buch illustriert, weil in der Geschichte dem Kind die Schere weggenommen wurde. Auf so einfache und doch wirksame Weise zeigt sich unter anderem, dass und wie Lobe in ihren Büchern Partei für Kinder ergreift. In anderen ist es viel offensichtlicher – insbesondere in den Jugendbüchern – von „Insu-Pu – die Insel der verlorenen Kinder“ oder „Die Räuberbraut“. In Pippi-Langstrumpf-ähnlicher Manier wehrt sich das junge Mädchen gegen alle möglichen Vorgaben Erwachsener – vom verpassten Namen bis hin zur Haltung, dass Mädchen und später Frauen in die Küche verbannt würden und Buben viel mehr Freiheiten hätten – vor 40 Jahren. Viereinhalb Minuten kannst du lauschen, wie in einer hölzernen Nische Cornelius Obonya aus eben diesem Buch vorliest.

Demnächst: Geggi-Welt

Ein eigener, großer Spielbereich eröffnet Mitte November wenige Schritte von dieser Ausstellung entfernt laden rote Berg- und grüne Sumpf-Geggis ein, zu spielen, dich zu bewegen und so nebenbei diese Geschichte, wie Gil und Rokko, Kinder der verfeindeten Gruppen, die Vorurteile als Schmarrn entlarven – und sich anfreunden.

Rund um die Ausstellung gibt es ein reichhaltiges Rahmenprogramm. Dazu zählt unter anderem eine
* Stadtexpedition: „Mit der Omama im Apfelbaum“ in den Prater (8. November)
* Figurentheater
„Bimbulli“, 13. November
„Das kleine Ich bin ich“, 16./17. Jänner 2015
* Basteln mit „Mira & Susi
Immerhin finden sich ja in einigen Büchern Anleitungen, aus Stoffresten die Hauptfiguren zu erschaffen:
30. Dezember, 6. Jänner 2015

www.wienmuseum.at/

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.