Vorweihnachtliches Kinderstück des Burghteaters, diesmal im Akademietheater

© Reinhard Maximilian Werner

Schneekönigin plus Clowntrio
11/16/2014

Schneekönigin plus Clowntrio

Schulklasse begleitete "Die Schneekönigin" der Burg von Proben bis zur Premiere - und sprach darüber mit dem Kinder-KURIER.

von Heinz Wagner

Hans Christian Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ erlebt einen Theaterboom. Vor drei Jahren im Theater der Jugend, ist es nun das vorweihnachtliche Stück des Burgtheaters – diesmal in der Spielstätte Akademietheater, und demnächst auch im Dschungel Wien im MuseumsQuartier.

Bonus: Clowneskes Trio

Das Märchen um Gerdas Suche nach ihrem Freund Kay, den zwei Splitter des Zerrspiegels der Schneekönigin in Aug und Herz verblenden und erkalten lassen, wird in der Burgtheater-Version vor allem um Kobolde und ein klassisches Clowntrio in anderem Gewande angereichert. Die zunächst darüber klagen, dass alles so langweilig wäre und viel lustiger sein müsste...

Begleitklasse

Der Kinder-KURIER traf der vielumjubelten Premiere junge Besucherinnen und Besucher, die die Entwicklung des Stücks über Monate hinweg begleitet haben. „Wir waren schon bei Proben, die noch gar nicht im Theater und nicht mit diesen Kostümen und Kulissen waren“, beginnen einige aus der 1a des Amerling-Gymnasiums. „Ja, das war bei Art for Art und das war viel kleiner, da konnten sie noch gar nicht den Spiegel in die Höhe ziehen.“

Veränderungen

„Es gab auch Änderungen zwischen Proben und so wie's jetzt ist“, meinten fast alle im Chor. Auf die Frage, welches so eine besonders wichtige Veränderung wäre, schallt's aus allen Richtungen: „Bei der Proben haben sich die Schneekönigin und Kay noch geküsst, jetzt nicht mehr.“ Einerseits, so gestehen die meisten, hätten sie damals auf den Kuss schon ein bisschen komisch reagiert, was dann hier auch sein hätte können, andererseits „hat man das aber so nicht ganz verstanden, dass sie den Mund aufmacht und dann doch nicht küsst“. „Naja,“, wirft wer anderer ein, „sie hat ihn mit ihrer Kälte angehaucht!“ Ein „bisschen enttäuscht“ zeigten sich einige andere, „dass Gerda nicht von der Räuberfrau einige Tricks gelernt hat, das wär schon lustig gewesen“.

Live

An Theater, das viele von ihnen schon öfter besucht haben (Theater der Jugend, Musicals im Raimundtheater... nennen sie) im allgemeinen „finden wir gut, dass es immer live ist“. „Jede Vorstellung ist anders, wenn eine Panne passiert, müssen sie improvisieren, im Film wird’s einfach wiederholt. Aber so spürst du mehr, was gespielt wird“.

Die Schneeköniginfrei nach Hans Christian AndersenFamilienstück ab 7 Jahren

Wolke Nadia Migdal

Alfons André Meyer

Gogo Hans Dieter Knebel

Gerda Alina Fritsch

Kai Tino Hillebrand

Die Schneekönigin Stefanie Dvorak

Kobolde, Rosen,

Eichhörnchen, Hase,

Träume, Schneebiome Teilnehmerinnen und Teilnehmer des TheaterJahrs: Lara Feith, Magdalena Lermer, Josef Rabitsch, Frederik Rauscher, Aaron Röll, Moritz Winklmayr

    Regie: Annette Raffalt Fassung: Peter Raffalt

    Bühne: Bernhard Kleber

    Kostüme: Ele Bleffert

    Musik: Julia Klomfaß

    Köperarbeit: Daniela Mühlbauer

    Video: Sophie Lux

    Choreinstudierung: Hannes Marek

    Licht: Felix Dreyer

    Dramaturgie: Claudia Kaufmann-Freßner

    Bis 18. Jänner Akademietheater, 1030 Wien, Lisztstraße 1

    Telefon: (01) 51444-4740

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