(Frei-)Räume für Jugendliche und Jugend-Begegnungen

2. österr. Jugendpreis,
Foto: Caritas wien/Stefanie Starz Anerkennungspreis in der Kategorie "Nationale Jugendarbeit" für *peppa Mädchenrat<br />
 

Zum zweiten Mal wurden Projekte mit dem Österreichischen Jugendpreis ausgezeichnet.

Toleranz, Weltoffenheit, Begegnungen mit anderen – nicht nur – jungen Menschen oder einfach Raum und Zeit, ohne Stress eigenen Gedanken nachzuhängen, mit anderen zu spielen, zu kochen oder was auch immer – rund eineinhalb Millionen Jugendliche kommen Jahr für Jahr mit der einen oder anderen Jugendeinrichtung fallweise oder auch regelmäßig in Berührung.

2. österr. Jugendpreis, Foto: Zusammen leben in Graz Viele davon verstehen sich nicht als überstülpende Betreuungseinrichtung, sondern wollen Jugendlichen (Frei-)Räume zur eigenen Entfaltung anbieten, mitunter auch mit der Möglichkeit, dass sich die jungen leute selber einbringen, mitbestimmen dürfen/können. In den Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit sind zusätzlich zu Profis auch rund 160.000 Ehrenamtliche tätig. Einige von 151 eingereichten Projekten wurden nun mit dem Österreichischen Jugendpreis ausgezeichnet, der in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben wurde.

Am Abend vor dem internationalen Kinderrechtstag (20. November 1989) fand die Preisverleihung an herausragende Projekte aus dem außerschulischen Jugendbereich im Wiener Rathaus statt. Zu den Kategorien des ersten Jahres - „Eure Projekte“, „Nationale Jugendarbeit“ und „Erasmus+: Jugend in Aktion“ – gab es dieses Mal eine weitere, den Sonderpreis „Generationendialog“.

Aus den eingereichten Projekten haben drei Jurys je fünf Projekte pro Kategorie (beim Sonderpreis nur drei) ausgewählt, die alle mit Anerkennungspreisen ausgezeichnet wurden. In den Kategorien „Nationale Jugendarbeit“ und „Erasmus +: Jugend in Aktion“ wurde jeweils eines dieser fünf Projekte mit einem Hauptpreis bedacht.

Hauptpreise

2. österr. Jugendpreis, Foto: LOGO jugendmanagement gmbh Ein Wortspiel ergab den Titel des Projekts, das mit dem Hauptpreis in der Kategorie „Nationale Jugendarbeit“ ausgezeichnet wurde: „DOgether“ (LOGO jugendmanagement gmbh im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark). Rund 3500 Jugendliche – mit und ohne Fluchterfahrung aus der Steiermark – beschäftigten sich in mehr als 200 Aktionen und 74 Workshops mit unterschiedlichen Gesundheitsfragen von „Liebe & Sexualität“ über „Sport & Bewegung“ bis zu „Ernährung & Kochen“. Obendrein wurde ein Netzwerk aus Multiplikator_innen der offenen und verbandlichen Jugendarbeit und Betreuungspersonen geflüchteter Jugendlicher installiert.

2. österr. Jugendpreis, Foto: FICE – Austria, Österreichische Sektion der Internationalen Gesellschaft für Erzieherische Hilfen Auch in der Kategorie „Erasmus+: Jugend in Aktion“, in der internationale und grenzüberschreitende Projekte und Initiativen junger Menschen ausgezeichnet wurden, gab es einen Hauptpreis. Der ging an das Projekt „International Youth Exchange: Be the change!” (FICE – Austria, Österreichische Sektion der Internationalen Gesellschaft für Erzieherische Hilfen). Mehr als 50 Jugendliche aus 15 Ländern, die in Betreuungseinrichtungen oder Pflegefamilien aufgewachsen sind, trafen sich bei dieser Jugendbegegnung in Wien. Die Jugendlichen setzten sich mit ihrer eigenen Lebensrealität auseinander. Sie beschäftigten sich mit ihren Zukunftsplänen, Hoffnungen und Träumen. Sie erarbeiteten gemeinsam zehn Standards für den Übergang in ein eigenständiges Leben. Höhepunkt war schließlich die Teilnahme an einem internationalen Kongress bei dem mehr als 600 Fachleute aus der Kinder- und Jugendhilfe zusammenkamen. Hier präsentierten die Jugendlichen ihre entwickelten Standards und FICE International sowie das International Child and Youth Care Network erkannten diese offiziell an.

Kurze Zusammenfassungen über alle anderen ausgezeichneten Projekte in eigenen Abschnitten unten

Partizipation

2. österr. Jugendpreis, Foto: Caritas wien/Stefanie Starz Eines der mit einer Anerkennung ausgezeichneten Projekte ist der *peppa Mädchenrat. Der Kinder-KURIER traf zwei der Rätinnen: Laura Milosavljević und Eya Soltane. „Wir dürfen mitbestimmen in Sachen Ausflüge, Workshops, Gestaltung der Räume in unserem Mädchenzentrum“, fassen die beiden gleich zu Beginn kurz zusammen, was ihre Aufgabe ist. „Und wir sammeln Beschwerden und Anregungen der Mädchen, die ins Zentrum kommen“, setzt vor allem die Erstgenannte fort. Das war auch ihr Angebot, als sie für den Mädchenrat kandidierte: „Ich hab immer ein offenes Ohr für alle eure Anliegen!“

2. österr. Jugendpreis, Foto: Caritas wien/Stefanie Starz Den Mädchenrat gibt’s in zwei Altersgruppen – für die 10- bis 13- sowie die ab 14-Jährigen. In beiden Gruppen werden jeweils drei Mädchen gewählt plus je eine Vertreterin. Regelmäßig kommen 30 bis 40 Mädchen ins *peppa, berichten die beiden dem KiKU. Insbesondere Laura Milosavljević blüht richtig auf, wenn sie über das Zentrum und ihr Engagement als gewählte Rätin erzählt: „Es macht echt Spaß! In der Schule wollte ich nie Klassen- oder Schulsprecherin werden, aber das *peppa ist einfach echt gut!“

Kandidiert haben beide, „weil wir was verändern wollten, für ein neues *peppa. Vorher war alles so orange und wir wollten, dass die Wände neu gestrichen werden. Sonst ist eh alles ziemlich perfekt. Wir haben als Mädchenrat aber auch ein eigenes Budget, wo wir gemeinsam bestimmen können, ob wir Eislaufen gehen oder was anderes machen“, so die beiden Rätinnen, die zur Preisverleihung gekommen waren.

 

Hintergrund

Der Österreichische Jugendpreis des Bundesministeriums für Familie und Jugend wird in Kooperation mit der Bundesjugendvertretung (BJV), der bOJA – Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit, dem Bundesnetzwerk Österreichische Jugendinfos (BÖJI) und dem Interkulturellen Zentrum – Nationalagentur „Erasmus+: Jugend in Aktion“ organisiert.

Mehr Infos hier

Auszeichnungen für ...

... "Eure Projekte"

Hier wurden Projekte ausgezeichnet, die von Jugendlichen selbst ausgegangen sind.

Menschen von Linz

2. österr. Jugendpreis, Foto: Menschen von Linz Mit Menschen in Kontakt zu kommen, mit denen man sonst keine Berührungspunkte hat und durch diese Begegnungen, Vorurteile abzubauen, war Intention des Projekts. Die Idee dazu kam Michael bei einem Englandaufenthalt, wo er mit einem Obdachlosen ins Gespräch gekommen war. Er hat drei Termine organisiert, bei denen er gemeinsam mit anderen Jugendlichen in Linz unterwegs war. Aktiv suchten die Jugendlichen den persönlichen Kontakt zu Obdachlosen und redeten mit ihnen. Zudem haben sie, z.B. Lebensmittel, Hundefutter, Zahnbürsten und Deos organisiert und an die Obdachlosen verteilt. Das war eine wertvolle und besondere Erfahrung für alle Beteiligten.

Zusammen leben in Graz

2. österr. Jugendpreis, Foto: Zusammen leben in Graz Lisa führte ein Mentoring-Projekt durch, bei dem Asylsuchende und ÖsterreicherInnen zusammengebracht wurden. Ziel des Projekts war es, den Kontakt zwischen Geflüchteten und Grazer_innen herzustellen und interkulturelle Freundschaften zu ermöglichen. Bei Projektbeginn wurden Mentor_in-Mentee-Duos mit ähnlichen Interessen eingeteilt. Die Duos trafen sich etwa einmal wöchentlich und gestalteten gemeinsam ihre Freizeit. Zusätzlich dazu traf sich die ganze Gruppe einmal monatlich zu einem gemeinsamen Ausflug oder gemütlichen Koch- oder Spieleabend. Da der erste Durchgang so gut angenommen wurde, besteht das Projekt auch weiterhin und befindet sich mittlerweile in der 4. Runde.

Benefizmusical „Der Weg zum Ziel“
Niederösterreich

2. österr. Jugendpreis, Foto: Benefizmusical "Der Weg zum Ziel" Agnes hat mit einer Freundin ein Musical geschrieben. Das Stück handelt von einer Gruppe von Studierenden, die durch Lesen von Tageszeitungen realisiert, wie viele Schreckensnachrichten es jeden Tag gibt. Jede und jeder in der Gruppe entwickelt einen eigenen Weg damit umzugehen und es letzten Endes nicht einfach nur hinzunehmen. Das Stück konnte mit einem sehr großen Team dreimal aufgeführt werden. Die Einnahmen wurden gespendet.

Part of Being Human
Wien

2. österr. Jugendpreis, Foto: "Part of Being Human" Nicole hat Workshops zu Menschenrechten für nationale und internationale Freiwillige in Wien entwickelt und durchgeführt. Diese Workshops hat sie zu vier Gelegenheiten abgehalten. Durch interaktive und informelle Methoden erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Einblick in die elementaren und unerlässlichen Menschenrechte.

Minifoodmarket
Steiermark

2. österr. Jugendpreis, Foto: Minifoodmarket Um Toleranz und Weltoffenheit zu verbreiten haben Elisabeth, Kerstin und Vanessa mit Flüchtlingen der Lebenshilfe Söding verschiedenste Köstlichkeiten aus deren Kultur zubereitet und diese gegen freie Spenden ca. 60 Gästen angeboten. Damit wollten sie zeigen, wie schön Vielfalt sein kann, sowohl in der Kultur als auch in der Kulinarik.

Auszeichnungen in der Kategorie...

... „Nationale Jugendarbeit"

15 Jahre Social Soccer Cup
ClickIn – Offene Jugendarbeit Gratwein-Straßengel, Steiermark

2. österr. Jugendpreis, Foto: ClickIn – Offene Jugendarbeit Gratwein-Straßengel, Steiermark Seit 15 Jahren kommen Jugendliche aus verschiedensten Ländern in Gratwein-Straßengel zusammen, spielen „ihren“ Social Soccer Cup, verbringen gemeinsam Zeit und lernen sich bei Workshops zum Thema Europa besser kennen. Vorurteile werden abgebaut und neue Aktivitäten initiiert. Der Event wird von Jugendlichen organisiert, mit Unterstützung und Hilfe durch die Jugendarbeiter_innen aus dem Jugendzentrum. Von Generation zu Generation wird das Projekt weitergegeben. Über 2500 Kinder und Jugendliche aus 20 Nationen haben bereits an dieser länderübergreifenden Veranstaltung teilgenommen. Projektwochen, Jugendbegegnungen und eine Städtepartnerschaft sind inzwischen daraus entstanden.

wir.gestalten.arbeit
Katholische Jugend Österreich

2. österr. Jugendpreis, Foto: Katholische Jugend Österreich Rund 300 Teilnehmer_innen zwischen 15 und 25 Jahren -  Lehrlinge, junge Erwerbstätige ohne Berufsausbildung und Menschen von Fördereinrichtungen des zweiten oder dritten Arbeitsmarkts –  setzten sich in Workshops mit ihrer Arbeitssituation auseinander. Sie formulierten eigene Ziele und Visionen für eine gerechte Arbeitswelt und entwickelten Ideen zur Arbeitsmarktpolitik. Darauf folgte eine Diskussion mit politischen Entscheidungsträger_innen, in der die Jugendlichen auf ihre Themen, Anliegen und ihre Arbeitssituation aufmerksam machten. Die politische Sach-, Urteils- und Handlungskompetenz der Jugendlichen wurde gestärkt. Bei den politischen Akteur_innen wurde das Bewusstsein für die Bedürfnisse von jungen Menschen am Arbeitsmarkt geschärft.
Eine ausführliche Reportage vom Treffen Jugendlicher mit Politiker_innen im Parlament gab's im Online-KinderKURIER hier

„Mut tut Gut: Es war einmal, wir blicken in die Zukunft!“
Offene Jugendarbeit Feldkirch, Vorarlberg

2. österr. Jugendpreis, Foto: Offene Jugendarbeit Feldkirch, Vorarlberg In der Stadt Feldkirch steht die Schließung und Zusammenlegung von bestehenden Jugendhäusern sowie die Eröffnung eines neuen Standorts bevor. Ein Beteiligungsprozess zur Gestaltung des neuen Jugendhauses wurde gestartet. Die Jugendlichen haben sich online als auch bei einem Runden Tisch mit der Thematik auseinandergesetzt. Sie wurden dabei unterstützt ihre Anliegen zu artikulieren und diese an entsprechenden Stellen zu deponieren. In einer Rikscha wurden Persönlichkeiten der Stadt interviewt. Sie diente als mobile Begegnungsplattform. So konnte ein origineller Zugang zwischen Erwachsenenwelt und der Lebenswelt der Jugendlichen geschaffen und beidseitig wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden.

*peppa Mädchenrat
*peppa Mädchenzentrum, Caritas der Erzdiözese Wien

2. österr. Jugendpreis, Foto: Caritas wien/Stefanie Starz Zentrales Element der Arbeit im *peppa Mädchenzentrum ist die Partizipation. Um diesen Ansatz zu formalisieren wurde die Wahl des *peppa Mädchenrats durchgeführt. In Vorbereitung dazu wurden Workshops veranstaltet – einer vor und einer nach der Wahl. Jeweils drei Rätinnen unterschiedlicher Altersgruppen und ihre Vertretungen wurden von den Besucherinnen des Mädchencafés gewählt. Der Mädchenrat tagt monatlich und trägt Anliegen, Wünsche sowie Sorgen und Ängste der Mädchen an das Betreuungsteam heran, hilft gemeinsam Veranstaltungen zu organisieren und fördert die Partizipation der Besucherinnen in der Planung von Programmpunkten und Veranstaltungen des Mädchencafés.

Asuzeichnungen in der Kategorie...

... „Erasmus+: Jugend in Aktion“

People on the move. A meeting on refugee-politics, oral history and humanitarian help

Die Graswurzelbrücke_Graswurzelbewegung für internationale Netzwerke

2. österr. Jugendpreis, Foto: Die Graswurzelbrücke_Graswurzelbewegung für internationale Netzwerke 21 Jugendliche aus Österreich, Griechenland und Slowenien waren zu dieser Jugendbegegnung auf der Insel Lesbos zusammengekommen. Die Jugendbegegnung hatte zum Ziel, nationale und persönliche Perspektiven auf das Thema Flucht und Flüchtlingshilfe auszutauschen, zu erweitern und ein Stück Zeitgeschichte zu schreiben. Mit dem Ansatz der Oral History wurden Zeitzeug_innen der großen Fluchtbewegung interviewt: Flüchtlinge, Flüchtlingshelfer_innen, Bewohner_innen, NGOs, Polizist_innen, Rettungsschwimmer_innen und Hoteliers wurden befragt. Auch neu entstandene historische Orte auf der Insel wurden besucht, wie das „Lifejacket-cemetery“, das Flüchtlingslager „Moria“ oder die „No-borders-kitchen“. Aus den gesammelten Geschichten konnten die Teilnehmer_innen ein Gegenbild zur jeweils eigenen nationalen Medienberichterstattungen gewinnen und aufzeigen.

peacecamp 2016: Zusammen Leben
4Peace - Verein zur Förderung der politischen Mündigkeit

2. österr. Jugendpreis, Foto: 4Peace - Verein zur Förderung der politischen Mündigkeit 37 Jugendliche aus Ungarn und Österreich sowie jüdische und arabische Teenager aus Israel trafen sich bei dieser Jugendbegegnung. Auch minderjährige Asylwerber_innen nahmen an dieser Begegnung teil. Die Jugendlichen tauschten sich über ihre persönliche Lebensgeschichte, Kultur und Religion aus. Das persönliche Kennenlernen und der direkte Austausch halfen Vorurteile abzubauen. Neben Outdoor-Aktivitäten, Diskussionen in Großgruppen und Reflexionsrunden konnten die Jugendlichen in die Situation anderer Teilnehmer_innen schlüpfen und deren Perspektive einnehmen. Sie erarbeiteten eine „show4peace“, die öffentlich aufgeführt wurde. Die Teilnehmer_innen bekamen ein Zertifikat „Ambassadors of Peace“, damit sie weiterhin als Friedensbotschafter_innen aktiv sind.
Einen ausführliches Bericht samt Interviews zum PeaceCamp 2016 gibts im Online-KinderKURIER hier

EVS goes Carinthia
GEMMA - Germeshausen und Mak

2. österr. Jugendpreis, Foto: GEMMA - Germeshausen und Mak Bei diesem Freiwilligeneinsatz lag der Fokus auf der Kinder- und Jugendarbeit in Kärnten. Zwei Europäische Freiwillige aus Rumänien und Estland waren im Jugendzentrum Youth Point Don Bosco Siebenhügel sowie im Jugendzentrum der Stadt Villach aktiv. Ziel des Einsatzes war es, den europäischen Gedanken in die alltägliche Jugendarbeit einfließen zu lassen, Weltoffenheit zu fördern und die Jugendlichen in ihren Eigeninteressen zu unterstützen. Die Freiwilligen waren in die Organisation von Workshops und Jugendkulturveranstaltungen eingebunden. Sie lernten Netzwerke der Jugendarbeit kennen, waren Ansprechpartnerinnen für junge Menschen und hatten die Möglichkeit eigenständig Ideen und Projekte umzusetzen, wie etwa ein EU-Info-Café, Kreativworkshops oder Urban Gardening.

Non-formal education in the integration of Unaccompanied Minor Refugees
InterAktion - Verein für ein interkulturelles Zusammenleben

2. österr. Jugendpreis, Foto: InterAktion - Verein für ein interkulturelles Zusammenleben Jugendarbeiter_innen aus Armenien, Finnland, Italien, Mazedonien, Polen, Griechenland, Türkei und Österreich kamen zu dieser Fachkräftemobilität in Trofaiach zusammen. Dabei drehte sich alles um den Einsatz non-formaler Bildungsmethoden im Zusammenhang mit der Integration jugendlicher Flüchtlinge. Neue Methoden wurden vorgestellt, ausprobiert und weiterentwickelt. Das Besondere war, dass die Teilnehmenden direkt in Kontakt mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen waren, die in Trofaiach betreut werden. Dadurch konnten sie direkt von der Zielgruppe Rückmeldung zu den entwickelten Methoden abholen. Neue Spiele und Infomaterialien entstanden, die sowohl den jungen Flüchtlingen vor Ort zugutekommen als auch den Partnerorganisationen in den verschiedenen Ländern.

Sonderpreis...

... Generationendialog

Computeria Landeck
Jugendtreff „L.A. Jump in“ Landeck, Tirol

2. österr. Jugendpreis, Foto: Jugendtreff „L.A. Jump in“ Landeck, Tirol Die „Computeria Landeck“ ist ein kostenloses Angebot zur Unterstützung von SeniorInnen im Umgang mit neuen Technologien wie Computern, Tablets, Smartphones, Anwendungssoftware oder dem Internet. Jugendliche des Jugendtreffs Landeck stehen SeniorInnen für Fragen zur Verfügung und unterstützen sie beim Umgang mit den technischen Geräten. Das Besondere an der Computeria Landeck ist, dass sich Jugendliche des Jugendtreffs „L.A. Jump in“ ehrenamtlich engagieren. Dieser generationenübergreifende Austausch bei gemütlicher Cafeatmosphäre bietet viel Platz für Zwischenmenschliches und fördert den Dialog zwischen den Generationen. Für Jugendliche und SeniorInnen ist es eine Win-Win-Situation, da das Lernen voneinander und der Erfahrungsaustauch im Vordergrund stehen.

„Dein Lachen – Brich dein Schweigen!“
Falco Luneau, SOS Kinderdorf, BG Bludenz/Vorarlberg, 147 Rat auf Draht

2. österr. Jugendpreis, Foto: Falco Luneau, SOS Kinderdorf, BG Bludenz/Vorarlberg, 147 Rat auf Draht Im Mittelpunkt des Projekts stand die Aufklärung und Bewusstseinsbildung zum Thema „physische, psychische und sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“. In Zusammenarbeit mit „147 Rat auf Draht“ und Jugendlichen des BG Bludenz wurde eine Infokampagne entwickelt. Mittels Crowdfunding wurde Geld für die Produktion einer Plakatserie sowie Werbespots gesammelt. Die Jugendlichen entwickelten ein Drehbuch für die Spots, die u.a. mit Harald Krassnitzer realisiert, im Fernsehen ausgestrahlt sowie online verbreitet wurden. Die Initiative brachte ein sensibles Thema einer breiten Öffentlichkeit nahe und verdeutlichte, dass es alle Generationen betrifft. Es ist Aufgabe aller, Gewalt zu beenden und Betroffenen zu helfen.

Overcome borders - Grenzen überwinden
Pfarre Hildegard Burjan, Wien

2. österr. Jugendpreis, Foto: Pfarre Hildegard Burjan, Wien Seit 2001 werden in der Pfarre Hildegard Burjan EFD-Freiwillige aufgenommen. In diesem Projekt unterstützten die Freiwilligen auch regelmäßig die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde. Sie gaben Impulse zum Gedächtnistraining und halfen bei der Integration in die lokale Gemeinschaft. Auch unterstützten sie in der Nachbarschaft und Region, indem sie alte und behinderte Menschen regelmäßig besuchten, beim jährlichen Nachbarschaftsfest mithalfen und bei dem Caritas-Lebensmittelprojekt LeO unterstützten. Die Europäischen Freiwilligen sind Teil eines größeren sozialen Netzwerkes und tragen durch ihre Mitwirkung auch aktiv zum Generationendialog bei.

(kiku) Erstellt am
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