Kiku
07.04.2017

Faire Löhne, 5-Tage-Woche und vor allem Respekt!

Abschluss der Aktion „wir.gestalten.arbeit“ der Katholischen Jugend im Parlament mit 120 Jugendlichen und einigen Abgeordneten. KiKu-Lokalaugenschein: Vier Dutzend Fotos, ein Video.

Faire Entlohnung - auch mit dem Gehalt als Lehrling muss man leben (können)! 5-Tage-Woche, das heißt bei Samstag-Dienst beispielsweise gleich am Montag frei, nach Möglichkeit nicht mehr als 35 Stunden Arbeit pro Woche. Geförderte Weiterbildung. Das waren Forderungen von rund 120 Jugendlichen aus Wien, Nieder- und Oberösterreich sowie Tirol, die sie am Freitag im Ausschuss-Lokal des Parlaments einigen Nationalratsabgeordneten sowie Interessensvertreter_innen überbrachten. Seit Beginn des Jahres hatten diese sowie nochmal so viele Alterskolleginnen und -kollegen, viele davon Lehrlinge, andere in Polytechnischen bzw. Produktionsschulen sich mit den Bedingungen in der Arbeitswelt auseinander gesetzt, Mängel und Missstände benannt und daraus Forderungen abgeleitet. Die Aktion lief unter dem Motto „ wir.gestalten.arbeit“ und ging von der Katholischen Jugend aus.

Niemand darf runtergemacht werden

Eine weitere Forderung, die sich nicht spezifisch, aber eben auch auf die Arbeitswelt bezieht und die – wie auch die kleineren Gesprächsrunden zeigten – vielen sehr wichtig ist: Respektvoller Umgang miteinander. Niemand dürfe wegen des Aussehens, der Kleidung, der sexuellen Orientierung diskriminiert, verspottet, von Arbeitsstellen ausgeschlossen werden. Es gebe viele zu viel Hass und Mobbing in der Welt – im realen wie im virtuellen Raum. Und Geld spiele viel zu viel Rolle, dominiere über Menschlichkeit. Dabei leben wir alle als Menschen auf ein und demselben Planeten.

Florian Brückler, Verwaltungs-Assistenz-Lehrling im 3. Jahr in Innsbruck, Desirée Dobler, Reinigungstechnik-Lehrling im 1. Jahr in NÖ, Büsra Erkurs, Wiener einzelhandelskauffrau-Lehrling im 1. Jahr sowie Kevin Alexander Bauer, Bürolehrling im 3. Jahr in NÖ fassten die im Workshop tags davor diskutierten Forderungen zusammen und stellten sie auf einer übersichtlich, anschaulichen bunt beschriebenen Tafel vor.

Gesprächsrunden

Zuvor hatten die rund 120 Jugendlichen in zehn Gruppen in jenem prächtigen Raum, in dem nicht zuletzt Untersuchungs-Ausschüsse tagen, mit Abgeordneten so manches Detail dazu besprochen. Rede und Antwort standen dabei Katharina Kucharowits (SPÖ), Asdin El Habbassi und Eva Maria Himmelbauer (ÖVP), Julian Schmid (Grüne) sowie Johannes Bachleitner (JUNOS – Junge liberale Neos), Maria Etl (Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung), Georg Feiner (Bundesjugendvertretung), Fiona Herzog (SJ – Sozialistische Jugend), Matthias Kreuzriegler (Katholische Jugend Österreich). Die Abgeordneten zeigten sich angetan vom Engagement der Jugendlichen und versprachen, Ideen und Forderungen aufzugreifen – was bei so manchen der Jugendlichen doch auf Skepsis stieß.

Gut, dass so viele miteinander reden konnten

Das Treffen insgesamt aber hat vielen gefallen. Emanuel, IT-Technik-Lehrling fast am Ende seines ersten Lehrjahres im niederösterreichischen Eggenburg, und Sabrina, noch Schülerin der Polytechnischen Schule in Wattens ( Tirol), die danach in ein BORG wechseln will, um danach auf Lehrerin zu studieren, meinten übereinstimmend zum Kinder-KURIER: „Es war gut, so viele andere Leute zu treffen und kennen zu lernen und mit ihnen über diese Themen zu reden und diskutieren.“

https://www.katholische-jugend.at/wir-koennen-was/

... von "wir.gestalten.arbeit" im Parlament

Lautstarker Abschluss