Leben
10.06.2018

Private Pools: Wo die Gesundheitsrisiken lauern

Experten geben zu bedenken: Das Poolwasser sollte fast Trinkwasserqualität haben © Bild: APA/AFP/dpa/ANDREAS ARNOLD / ANDREAS ARNOLD

Sommerzeit und Badespaß: Mediziner raten, die Wasserqualität genauer zu kontrollieren.

Der Berufsverband der deutschen Kinder- und Jugendärzte hat gründliche Hygiene in privaten Gartenpools angemahnt. Besitzer solcher Pools müssten besonders auf die Sauberkeit achten, warnte Verbandssprecher Hermann Josef Kahl im Gespräch mit der der Deutschen Presse-Agentur. Fäkalkeime etwa könnten schnell Durchfall auslösen, wenn Wasser verschluckt wird. Der Kinderarzt betonte, auch insgesamt sehe er ein Hygiene-Problem. Ob Erkrankungen von Patienten in direktem Zusammenhang mit dem Baden stünden, sei allerdings schwer zu erkennen.

Badewasser muss Trinkwasserqualität haben

"Badewasser muss mikrobiologisch fast Trinkwasserqualität haben", sagte der Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der Hochschule Rhein-Waal, Dirk Bockmühl. Die Keimdichte im Wasser könne ansteigen, wenn Pools sehr lange mit Wasser befüllt sind. Ab einer gewissen Beckengröße sei es daher wichtig, die hauseigenen Pools mit Filtern auszurüsten oder sogar mit Chlor zu behandeln.