Furcht vor dem Krampus: Wie Kinder lernen, mit Ängsten umzugehen

Furcht vor dem Krampus: Wie Kinder lernen, mit Ängsten umzugehen
Auch Märchenfiguren, Perchten oder gar der Nikolo können bei Kindern schrecken. Was Psychologen raten.

„Wenn du nicht brav bist, kommt dich der Krampus holen!“ Sätze wie diesen bekommen Kinder heute kaum noch zu hören. „Und das ist gut so“, sagt die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Dorit Hejze und erklärt auch, warum: „Die Verbindung einer fiktiven Figur mit der Realität kann Kinder sehr schnell ängstigen.“

Diese Art von Bedrohung greife die Wurzeln der kindlichen Sicherheit an: „Kinder brauchen das Gefühl, dass ihre Eltern zu ihnen stehen, egal, was sie machen und dass sie nicht weggegeben werden. Wenn der Krampus mich holt, kann das für ein Kind heißen: Meine Eltern geben mich weg und lieben mich nicht mehr.“

Doch auch die Figur des Nikolo könne problematisch werden, wenn Kinder ständig hören, dass der Nikolo nur den lieben und braven Kindern etwas bringt. Hier sei eine achtsame Wortwahl gefragt. „Wenn das Kind weiß, dass es sich nur um eine verkleidete Person handelt, kann es die Situation besser einordnen. Wenn ich mich orientieren kann, ängstige ich mich weniger und als Eltern bleiben wir mit dieser Klarheit für die Kinder vertrauenswürdig. Und somit haltgebend.“

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