Stillen wirkt kindlicher Fettleibigkeit entgegen.

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Leben

Forderung nach Bedeckung: Stillende Mutter reagiert cool

Ein Bild von ihr mit Babydecke auf dem Kopf findet auf Facebook große Zustimmung.

von Elisabeth Mittendorfer

08/09/2018, 05:00 AM

Noch immer stehen viele Menschen dem Stillen in der Öffentlichkeit skeptisch gegenüber. Eine im Jahr 2017 veröffentlichte Umfrage der Nationalen Stillkommission in Deutschland ergab, dass sechs Prozent der Bevölkerung Stillen in der Allgemeinheit ablehnen, jeder vierte Befragte steht dem öffentlichen Füttern zwiespältig oder ablehnend gegenüber (mehr dazu hier). Jede zehnte Mutter gab an abzustillen, weil sie diese ablehnende Haltung in der Öffentlichkeit stört.

Kopf statt Brust bedeckt

Mit einer solchen negativen Einstellung gegenüber dem Stillen in der Öffentlichkeit war kürzlich auch Melanie Dudley, Mutter eines vier Monate alten Babys, konfrontiert. Sie wurde in einem Restaurant von einem männlichen Passanten dazu aufgefordert, sich beim Füttern ihres Babys zu bedecken. Obwohl Dudley extrem wütend über die Aufforderung war, entschied sie sich dazu, dieser auf witzige Art und Weise Folge zu leisten und sich zu bedecken. Jedoch nicht ihre Brust, sondern ihren Kopf.

Ihr Partner machte ein Foto von der Situation, wie sie nun mit Babydecke über dem Kopf im Restaurant ihrem Baby die Brust gab. Eine Freundin der Familie namens Carol Lockwood teilte das Bild schließlich auf Facebook, wo es bereits über 195.000 Mal geteilt wurde. "Der Schwiegertochter einer Freundin wurde gesagt, dass sie sich während des Stillens bedecken soll, also tat sie es!", kommentierte Lockwood das Bild.

 

"Dafür sind Brüste da! Wir behandeln sie als sexuelle Körperteile. Sie sind aber in erster Linie dazu da, sicherzustellen, dass Menschen gesund sind. Es sollte KEINE Debatte darüber geben“, kommentierte eine Nutzerin das Posting. Eine andere schrieb, dass es eine natürliche Sache sei, Babys zu füttern, wenn sie hungrig sind.

"Stillen ist hart genug"

Im Gespräch mit Yahoo Lifestyle sagte Dudley, dass sie den Druck leid sei, der auf Frauen ausgeübt wird, die in der Öffentlichkeit stillen. "Stillen ist hart genug. Das ist eine weitere Ebene, mit der wir uns nicht befassen müssen sollten."

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