Afrikanische Küchen: Ein ganzer Kontinent am Teller

Gefüllte Yams-Bällchen
Eine einzige afrikanische Küche gibt es nicht – aber viele schmackhafte Regionalküchen. Einige kulinarische Einblicke von Nord nach Süd.

Den afrikanischen Traditionen könnte Anto Cocagne fast dankbar sein: Als die junge Frau aus  Gabun nach Jahren der Koch- und Gastronomie-Ausbildung (in Theorie und Praxis) in Frankreich wieder in ihre Heimat zurückkehrte, fand sie keinen Job. „Die Restaurants bevorzugten als Chef de Cuisine männliche und europäische Kandidaten“, erinnert sie sich. Dass sie deshalb nach Frankreich zurückkehrte, erwies sich als ausgesprochener Glücksfall.  Ausgerechnet im Mutterland der Haute Cuisine etablierte sie sich als äußerst erfolgreiche Köchin. Sowie als Botschafterin der afrikanischen Küche.

Mit dieser Formulierung kommt bereits der erste Fettnapf ins Spiel. Was soll das sein – afrikanische Küche? Als Bezeichnung für einen Kontinent, der vierundfünfzig Staaten zählt, in Europa aber leider noch immer vor allem über Kolonialgeschichte wahrgenommen wird und über eine klimatische Bandbreite verfügt, die ihresgleichen sucht. Trockene Wüsten sind ebenso vertreten wie tropische und subtropische Regionen oder eher gemäßigt-warme Temperaturen in Mittelmeernähe.  

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