Leben
26.03.2017

Endlich wieder Sommerzeit: Mehr Licht, mehr Lust

60 Minuten geschenkt – na gut, ganz so ist es nicht. Denn natürlich bekommen wir nicht mehr Zeit geschenkt, sondern kostbares Abendlicht. Ein paar Ideen.

Sonnenuntergänge schauen I Morgen, Sonntag, etwa: Bewusst länger im Bett bleiben, um am besten gleich dort zu frühstücken. Schließlich geht die Sonne an diesem Tag erst um 6.42 h auf. Aber dann! Raus und der Sonne beim Verschwinden zuschauen, zwischen 19.18 h und 19.36 h geht sie unter.

Sonnenuntergänge schauen IIAuf dem Wasser Wein trinken und der Sonne gute Nacht wünschen. Kommentierte Verkostung von Spitzenweinen bei einer romantischen Fahrt mit der Podersdorfer Schifffahrt Knoll, Info:schifffahrt-knoll.at
Nach der Park-Uhr leben. Mit dem Licht-Plus haben die Parks in Wien wieder länger offen, ab 26. März bis 7. Mai bis 20.00 Uhr, ab 8. Mai bis 6. August sogar bis 21.00 Uhr. Das ist gut für die Kinder und die Eltern.
Draußen essen.Verlegen Sie Ihr Abendessen ins Grüne. Picknickplätze gibt es etwa im Wiener Augarten, im Burggarten, im Sigmund-Freud-Park und an der Alten Donau. Oder aber man gönnt sich ein abendliches Nobelpicknick von Toni Mörwald im Park von Schloss Grafenegg, Info:www.donau.com
Open Air. Die Freiluft-Saison startet vom 6. bis 9. 4. mit dem Steiermarkdorf auf dem Wr. Rathausplatz, am 13. Mai ist Festwocheneröffnung.
Am Fluss, im Fluss.Nach dem Büro den Abend auf dem Schiff ausklingen lassen – mit der DDSG Blue Danube. Abfahrt Station Wien/City, über den Donaukanal zur historischen Schleusenanlage Nussdorf. Ab 5. 5. ,19 h, Info:ddsg-blue-danube.at.

Tricks zur Umstellung und was Sie sonst noch wissen müssen

1. Vier Tricks, um sich das zu merken: Im Frühjahr kommen die Stühle vor das Lokal, im Herbst stellt man sie wieder zurück. Oder: Vorne im Jahr werden die Uhren vorgestellt, hinten im Jahr nach hinten. Oder aber: Der Uhrzeiger wird stets in Richtung Sommer gestellt: Im Frühjahr nach vorne, im Herbst nach hinten. Für Rechenfans gilt die 2-3-2-Formel: Im Frühjahr geht die Uhr von 2 auf 3 (2-3), im Herbst von 3 auf 2 (3-2).

2. Zur Einführung: Die Sommerzeit wurde in Österreich aus wirtschaftlichen Gründen erstmals 1916 bis 1920 verordnet wurde? Sie galt erneut von 1940 bis 1948. Im Jahr 1947 gab es eine „Hochsommerzeit“, mit einer Differenz von zwei ganzen Stunden zur MEZ. Nach der ersten Ölkrise erlebte die Sommerzeit in Europa eine Renaissance. Schließlich wurde die Sommerzeit im Jahr 1980, abgestimmt mit anderen europäischen Staaten, wieder eingeführt.

3. Das Sommerzeit-Gesetz: Es gibt ein eigenes Gesetz, das die Sommerzeit regelt. Es handelt sich dabei um das Zeitzählungsgesetz, das ab 1976 existiert. Es betonte seinerzeit die „Einsparung der Energie“ und schließlich auch den Erholungsgewinn Österreichs.

4. Umstellung per GPS: Öffentliche Uhren in Wien mussten ab dem Jahr 1948 Wiens nicht mehr händisch aufgezogen werden? Sie wurden via Meldeleitung der Feuerwehr erstmals zentral gesteuert. Mit dem 21. Jahrhundert wurde die Funk-Technik zur Uhrensteuerung mehr und mehr durch den Einsatz von GPS-Empfangsantennen abgelöst.

5. Diskussion: Die Sommerzeit war und ist immer schon umstritten und gilt als Politikum. Das Team Stronach fordert etwa ihre Abschaffung, weil sie schlecht für die Wirtschaft, Menschen und Tiere sei. Den viel zitierten „Mini-Jetlag“ spüren die meisten Menschen laut Schlafforscher der MedUni Wien nicht. Kinder, Jugendliche und ältere Menschen sind stärker betroffen.

6. Was ist normal? Die normale Zeit ist eigentlich die Winterzeit.

7. Beschwerden: Sollten öffentliche Uhren in Wien nicht richtig ticken, soll man sich an das Lichttelefon der MA 33 wenden: www.wien.leuchtet.at,. Störungen können per Telefon, E-Mail oder Online-Formular gemeldet werden: Lichttelefon: 0800-33 80 33 (rund um die Uhr), Infoline Straße und Verkehr: 955 59 (täglich von 7 bis 18 Uhr), E-Mail: lichttelefon@ma33.wien.gv.at.