So sah das gefundene Reptil aus.

© Facebook/Screenshot/ParksandWildlifeNT

Leben
05/02/2019

Dreiäugige Schlange auf australischem Highway gefunden

Die Wildtierbehörde teilte Fotos des eigenartigen Reptils, das auf einer Autobahn in Nordaustralien gefunden wurde, im Netz.

Schlangen: Bei vielen Menschen lösen sie Ekel und Angst aus. Die Bilder eines Exemplars, die derzeit im Netz kursieren, dürften sogar Hartgesottene schaudern lassen. Denn: Das Tier hat drei Augen.

Mitarbeiter des Northern Territory Parks and Wildlife Service sollen die Schlange im März auf einer Autobahn in Nordaustralien aufgelesen haben. Ranger entdeckten sie in der Nähe der Stadt Humpty Doo, 40 km südöstlich von Darwin.

Natürlicher Fall

In einem Facebook-Posting bezeichnete die Wildtierbehörde die Entdeckung als "eigentümlich". Experten nehmen an, dass das dritte Auge der Schlange auf eine natürliche Mutation zurückzuführen ist.

Das "Monty Python" getaufte Jungtier aus der Gattung der Rautenpythons starb nur wenige Wochen nach dem Fund. Das 40 Zentimeter lange Reptil habe wegen seines deformierten Kopfes Schwierigkeiten beim Fressen gehabt, teilte die Behörde der BBC mit.

Schädel mit zusätzlicher Augenhöhle

Röntgenaufnahmen hätten gezeigt, dass sich bei der Schlange nicht zwei separate Köpfe gebildet hätten. "Es schien eher ein Schädel mit einer zusätzlichen Augenhöhle und drei funktionierenden Augen zu sein", heißt es dazu auf Facebook.

Schlangenexperte Bryan Fry von der University of Queensland sagte der BBC, dass Mutationen ein natürlicher Teil der Evolution seien. "Jedes Jungtier hat eine Art Mutation – diese ist nur besonders unansehnlich und unförmig", sagte Fry. Und weiter: "Ich habe noch nie eine dreiäugige Schlange gesehen, aber wir haben in unserem Labor eine zweiköpfige Königspython – es ist nur eine andere Art von Mutation wie bei siamesischen Zwillingen." Es sei demnach denkbar, dass das dritte Auge der Schlange "das letzte Bisschen eines Zwillings gewesen sein könnte, der absorbiert wurde".

Im Netz machen die bizarren Bilder jedenfalls die Runde. Knapp 15.000 Mal wurde das Posting der Wildtierbehörde vom Mittwoch bisher bereits geteilt.