Volksoper: Wenn Frauen lustvoll aus dem Rahmen fallen dürfen

Frau Fluth (Anett Fritsch, li.), Falstaff (Marin Winkler) und Frau Reich (Stephanie Maitland).
Otto Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor" an der Volksoper.

Sie wolle Direktorin Lotte de Beer mit ihrer Inszenierung stolz und das Publikum dabei glücklich machen, betonte Nina Spijkers im Vorfeld im KURIER-Interview. Beides scheint der niederländischen Regisseurin mit ihrer ersten Opernarbeit gelungen zu sein. Denn Otto Nicolais komisch-fantastische Oper (uraufgeführt im Jahr 1849) „Die lustigen Weiber von Windsor“ ist szenisch wie auch musikalisch ein Gewinn für das Haus am Gürtel.

Dabei ist es alles andere als einfach, diese Geschichte rund um den trunksüchtigen Ritter Sir John Falstaff, der auch aus monetären Gründen Liebesbriefe an zwei verheiratete Frauen schreibt, auf die Bühne zu bringen. Bleibt man klassisch, ist die Gefahr einer altmodisch-verzopften Aufführung mehr als gegeben. Will man das Werk modern brechen, wird man auch nicht weit kommen.

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