Kultur
01.06.2017

"Wenn du stirbst, zieht dein ganzes leben an dir vorbei, sagen sie": Das Murmeltier lässt grüßen

Ein junges Mädchen hängt nach einem Autounfall in der Zeitschleife.

Samantha, das angesagteste It-Girl der Schule, hat mit ihren Freundinnen auf der Heimfahrt von einer Party einen Autounfall, der für sie tödlich endet. Nur: Am nächsten Morgen um 6.30 Uhr erwacht Sam, als wäre nichts geschehen. Aber es ist nicht der nächste Tag, sondern sie erlebt immer wieder den Tag des Unfalls.

Was ihr die Chance gibt, dem Lauf desselben eine andere Richtung zu geben: Konflikte mit anderen Mädchen zu bereinigen, netter zu ihrer Familie zu sein, die Zicke in sich in den Schrank zu sperren, zu erkennen, dass der hippe Typ, den sie sich angelacht hat, eigentlich ein Schuss in den Ofen ist.

"Und täglich grüßt das Murmeltier", Harold Ramis’ amüsante Zeitschleifenkomödie aus dem Jahr 1993 um den schrulligen Wetteransager Phil (Bill Murray) lässt grüßen. Sich mit diesem Komödienklassiker messen zu wollen, ist natürlich ein hoffnungsloses Unterfangen.

Die junge Filmemacherin Ry Russo-Young wagt den Versuch dennoch und schafft es, dank ihrer vor allem visuell ausgetüftelten und unbekümmerten Inszenierung das Thema gut umzusetzen.

Auch dank ihres Casts mit angesagten Jungstars wie Zoey Deutch (die die Sam spielt), Halston Sage ("Bad Neighbours") oder Logan Miller ("The Walking Dead") wirkt die Verfilmung der Jugendroman-Trilogie von Autorin Lauren Oliver aktuell und modern.

Also ab in die Zeitschleife!

INFO: USA 2017. 98 Min. Von Ry Russo-Young. Mit Zoey Deutch, Halston Sage.

KURIER-Wertung: