Kultur
29.10.2014

Die Puff-Mama-Band entstaubt den Austropop

Mit dem Erfolg von Wanda und anderen Acts wie Bilderbuch und Der Nino aus Wien erlebt der Austro-Pop einen neuen Höhenflug.

Bei dem Song „Easy Baby“ wird es am deutlichsten: Da singt Wanda-Frontmann Marco Michael Wanda über die Heimfahrt nach einer durchzechten Nacht – und klingt dabei wie einst Falco in „Ganz Wien“. Doch der berühmteste Kollege der Austro-Pop-Szene ist nicht das erste Vorbild, das Marco nennt. Er liebt Hansi Lang, Wolfgang Ambros und den Nino aus Wien, bekennt sich so ohne Vorbehalte zum Austro-Pop.

So könnte er mit Wanda – und einigen anderen Bands – endlich das marode Image dieses Genres wieder aufpolieren. Denn seit Wanda im April die Debüt-Single „Schickt mir die Post“ veröffentlicht haben, überschlagen sich die Blogger nach jedem Konzert mit Lobeshymnen. Und als das Quintett Mitte Oktober zur Veröffentlichung des ersten Albums „Amore“ im Chelsea auftrat, kamen auf jede aufgelegte Karte drei Anfragen.

Mit gutem Grund. Wanda schreiben populäre Songs im besten Sinne: Die Melodien sind eingängig und frisch, die Texte spitzzüngig und pointiert, ohne allzu intellektuell zu werden. Es geht um das Ausgehen, die Mädchen, Bier, Schnaps und den Kater danach. Dazu gibt es ein bisschen Rock und ein bisschen Italo-Flair – eine Mischung, mit der Wanda höchst unterhaltsam sind. Und das auf Wienerisch – in einer Sprache, die den Austro-Pop einst geprägt hat, danach aber für lange Zeit verpönt schien.

Lieder im Dialekt

Doch Wanda sind nicht die Einzigen, die jetzt wieder singen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Der LiedermacherDer Nino aus Wien, der 2010 mit dem Kulthit „Du Oasch“ bekannt wurde, hat im Mai gleich zwei Alben veröffentlicht. Während sich der 27-Jährige auf der akustischen CD „Bäume“ gewohnt ruhig, melancholisch und introspektiv gibt, zeigt er auf „Träume“, dass er auch ganz gut rocken kann. Am 7. 12. tritt er übrigens mit Wanda im Wiener Flex auf.
Aber auch 5/8erl in Ehr’npflegen auf ihren Platten das Wienerische. Ungeachtet des Titels auch mit dem jüngsten Werk „Yes We Does“. Wieder mischt das Quintett dabei Soul, Blues und Jazz mit Wienerlied-Flair, diesmal sehr sanft und leise, aber immer unterhaltsam und zeitlos schön.
Bilderbuchaus Oberösterreich singen zwar nicht in Mundart, haben sich aber mit ihrem Indie-Rock auch im Ausland schon einen guten Namen gemacht. Vier Mal waren Sänger Maurice Ernst und seine Freunde, die 2013 die EP „Feinste Seide“ veröffentlicht hatten, bei den Amadeus Awards 2014 nominiert gewesen – so oft wie kein anderer Act in diesem Jahr. Am Ende gewannen sie nur den FM4-Preis. Allerdings mit den beim Amadeus auftretenden Fantastischen Vier prominente Fans. Die Rapper hätten Bilderbuch gerne in ihr Vorprogramm geholt – wenn nicht die Beatsteaks und Casper schon früher auf diese Idee gekommen wären.

Wir machen Pop mit Amore

Als wir uns mit Marco und Christian von der Band Wanda treffen, halten sie gerade die frisch gepressten Platten ihres Debütalbums "Amore" in Händen. "Können wir das abspielen?", fragt Sänger Marco die Kellnerin spitzbübisch und zeigt auf den Plattenspieler. Kurz darauf erfüllen die eingängigen Melodien mit Wienerischen Texten das Café Kreuzberg. Songschreiber Marco zieht dazu fast ohne Pause an seiner Zigarette, in der Hand hält er einen Litschi-Spritzer. "Der ist großartig!", ruft er der Kellnerin erneut zu.

Am Tag nach dem Interview spielt Wanda im Funkhaus, um ein Konzert fürs Radio FM4 aufzuzeichnen. Dabei klopft der eloquente Sänger dem Bassisten nach einer gelungenen Solo-Einlage auf den Hintern, wirft dem Gitarristen Küsse zu und kreist seine Hüften im Takt. Nach dem letzten Song lässt er sich zu Boden fallen, das Publikum applaudiert euphorisch. Wanda wird derzeit als aufgehender Star im österreichischen Pop gehandelt - vom Feuilleton wie von Zuhörern gleichermaßen. Aber das Konzept polarisiert auch.

Im Interview erzählen Sänger/Songschreiber Marco und Keyboarder Christian über nächtliche Mafiatreffen, Hemingway und die namensgebende "Wilde Wanda".

KURIER: Euer Release-Konzert ist seit Wochen ausverkauft. Was macht die Faszination Wanda aus?

Marco: Ich glaube, Wien war in gewisser Weise unter-unterhalten. Jetzt ist es mal eine Sensationslust. Unsere Konzerte waren schon vorher voll, die Leute haben auch vom ersten Konzert an alle Texte mitgesungen. Und das, obwohl es noch kein Album gab. Aber es haben sich einige CDs wie von selbst gebrannt im Bekanntenkreis und dann ging das über diesen hinaus. Die Lieder sind ja auch wie Kinderlieder, wenn man sie einmal gehört hat, kann man mitsingen.

Im September hat FM4-Moderator Martin Blumenau geschrieben, dass ihr die neuen Mainstream-Pop-Darlings werdet. Davor hätte er euch aber „gehasst“. Wieso polarisiert ihr eurer Meinung nach?
Christian:
Ich glaube, dass wir das in der österreichischen, intellektuellen Radiomacherei häufig antreffen. Dass man gegen etwas Neues, das bei der Hörerschaft Anklang findet, generell eine eher skeptische Haltung einnimmt. Das war auch der Grund, warum am Anfang ein paar Leute gesagt haben: „Vorsicht, taugt mir nicht.“ Wenn so ein Trend da ist, muss es Leute geben, denen es nicht gefällt. Ich werde vom Hype alleine nicht mitgerissen, ich muss mich damit schon auseinandersetzen, um dann entscheiden zu können, ob dieser wirklich berechtigt ist oder nicht.

Marco: Ich glaube, dass es in journalistischen Kreisen Gott sei Dank viele linke Humanisten gibt. Einige sind dann radikaler und intellektueller als andere. Der Blumenau hat berechtigte Angst gehabt, dass eine Band, die so schnell Zuspruch findet, vielleicht irgendetwas Populistisches, Gefährliches an sich hat – siehe Strache. Das hat er ja auch explizit versucht zu vergleichen. Wir haben am Anfang auch unsere Musik als eine neue Variante von österreichischer Popmusik bezeichnet. Da kann man skeptisch werden, gerade mit diesem Rechtspopulismus und Radikalismus, der gerade aufkommt. Das verstehe ich, ehrlich gesagt. Aber er hat dann selber festgestellt, dass wir das nicht sind.

Ihr erwähnt oft, dass ihr auf dem Erbe des österreichischen Pop sitzt und jetzt damit umgehen müsst. Wie macht man das am besten?
Marco:
Man kann sich nicht zu sehr davon lösen, denn Musik erschöpft sich in seinen Varianten und seiner Spielart, mehr als Pop gibt es nicht. Es gibt kein hinter dem Pop oder hinter dem Austropop. Weswegen wir auch nichts dagegen haben, dass man uns unter dem Begriff Austropop zusammenfasst, wir haben uns nie gegen diesen Begriff gewehrt.

Gegen welche Vergleiche wehrt ihr euch?
Marco:
Nationalsozialistischen Punk.

Stören auch die vielen Anspielungen auf Falco?
Marco:
Diese Vergleiche werden wieder aufhören. In einem Hype ist es klar, dass man, um eine Band der Öffentlichkeit vorzustellen, ganz marktwirtschaftlich in Kategorien denken muss. Da die Presse auch eine gewisse Vermittlungsrolle der Öffentlichkeit und dem Konsumenten gegenüber hat, ist es ganz klar, dass wir jetzt eine Bezeichnung brauchen, damit wir im Regal nicht bei Discomusik oder Schlager stehen. Wir hätten gerne, dass es „Popmusik mit Amore“ genannt wird. Ich glaub, es ist nicht die Aufgabe des Pop, sich neu zu erfinden, sondern vielleicht die Inhalte anzugleichen, mit dem Innenleben der Zeit zu korrespondieren in gewisser Weise.

Habt ihr Austropop-Vorbilder?
Marco:
Hansi Lang auf jeden Fall, natürlich der Ambros. Einfach weil es so mutig war, was sie gemacht haben. Gerade in einer Zeit, in der das amerikanische Paradigma so präsent war. Dann in seiner Muttersprache zu singen, war ein wichtiger Schritt und davon profitieren wir natürlich. Wir dürfen das jetzt auch.

Euer Album „Amore“ soll eine Kampagne für Liebe und Akzeptanz sein ...
Marco:
Das war wahrscheinlich ein Scherz, aber da ist was Waaahres dran (singt). Es ist sicher nicht falsch. Bevor wir ein Album „Hass“ nennen, nennen wir es lieber „Amore“. Gewisse Worte wie Würde, Etikette, Leidenschaft, Liebe, Anstand, Respekt, Aufrichtigkeit dürfen nicht verschwinden. Vielleicht deswegen.

Was nicht zu diesen Worten passt, ist eine Songzeile, in der ihr fordert, der Mutter den Schädel einzuschlagen.
Marco:
Das ist eine Spielerei, das reimt sich ja nur. Manche Zeilen existieren bloß und einfach und plump und nackt, weil sie sich reimen und witzig sind. Und lachen ist gut. Außerdem sind solche Zeilen teilweise bewusst konstruiert, damit man in Interviews danach gefragt wird.

Stimmt es, dass ihr euch nach der „Wilden Wanda“, Wiens einziger Zuhälterin der 70er benannt habt?

Marco: Wir haben uns tatsächlich nach der Wilden Wanda benannt. Mich hat ein Journalist darauf aufmerksam gemacht, der gerade ein Buch über sie schreibt. Das ist eine Wien-bezogene Mythologie, die vor allem unter männlichen, alten Wienern sehr populär ist. Ich glaub, die Wilde Wanda ist eine Frau, die jeder Taxifahrer gern mal kennen gelernt hätte damals. Sie ist ein beeindruckendes Gegenstück zu Claudia Schiffer irgendwie. Aber sie ist alles andere als ein fragiles, zartes, 16-jähriges Mädl, das noch vor der Matura nach Rio de Janeiro geht, um bei einer Modelagentur zu arbeiten. Sie ist alles andere als eine sich selbstgeißelnde Frau, sie ist schon eine starke Persönlichkeit gewesen.

Es ist schon eher selten, dass eine Männerband sich nach einer Frau benennt.
Marco:
Wir haben in gewisser Weise das Gefühl, das gehört sich so. Das ist anständig.

Stimmt es auch, dass ihr euch in einem Taxi kennen gelernt habt?
Marco:
Das ist eine von vielen Mythen. Angeblich hat uns ein Marktforschungsinstitut gecastet, in einer Geschichte war’s ein Badehaus, in einer anderen geht’s auf unsere Kindheit zurück, in der wir mit dem Nino aus Wien gemeinsam voltigieren waren. Wir haben es aber eigentlich vergessen, wie wir uns kennen gelernt haben, aber die Taxifahrt kommt noch am nächsten.

Am 7. Dezember spielt ihr mit Labelkollegen Der Nino aus Wien im Flex. Seht ihr Parallelen zu ihm?
Marco:
Ja, bevor wir ihn persönlich kannten, haben wir „Du Oasch“ gehört und das hat uns auch ein bisschen Mut gemacht, das Ganze durchzuziehen. Sonst vereint uns unser Sinn für Humor und unsere Müdigkeit. Und das Reiten. FM4 will jetzt eine Fotoreportage machen, wo wir gemeinsam ausreiten.

Christian: Das ist echt das Beste. Ja, die wollen das wirklich machen.

Wie seid ihr zu eurem Produzenten Paul Gallister gekommen?
Marco:
Der wurde mir damals empfohlen und hat sofort daran geglaubt. Er hat auch kein Geld genommen und hat gesagt, er macht das einfach, weil er glaubt, dass es für die Entwicklung österreichischer Popmusik wichtig ist. Wortwörtlich hab ich das noch in Erinnerung. Das hat auch die sentimentale Seite in mir erwischt, das fand ich sehr schön.

Er produziert auch Klassik und Filmmusik. Inwiefern hat euch sein Stil beeinflusst?
Marco:
Er ist ein großartiger Komponist, wahnsinnige Streichquartette hat er gemacht. Sein Stil hat uns gar nicht beeinflusst, aber seine fachliche Kompetenz. Er und Christian (Keyboarder, Anm.) sind die Einzigen im Team, die Noten lesen können. Davon profitieren wir außerordentlich. (lacht)

In euren Songtexten sucht ihr nach Lokalen, die nachts noch Schnaps verkaufen. Was sind eure Lieblingslokale in Wien?
Christian:
Marcos Küche ist gut.

Marco: Wir sitzen schon sehr gerne an Küchentischen mit Stühlen, wie Männer in alten Mafiafilmen. Wir ziehen uns dazu sehr gut an, hören gute Musik, trinken Wein und unterhalten uns über verschiedene Sach- und Fachthemen. Aber was wir sehr gerne haben, sind türkische, serbische und afrikanische Lokale, natürlich auch Wiener Kaffeehäuser. Was wir nicht mögen, sind Lokale, in denen das Bier mehr als 2,40 kostet, das finden wir ganz furchtbar. Es gibt sie ja doch.

Wie heißen sie denn?
Marco:
Wettcafe, Admiral.
Christian: Golden Coin.
Marco: Pizzeria di Italia. Da gibt’s ein Glas Wodka für einen Euro, das ist traumhaft. Da läuft auch 24 Stunden ein Fernseher mit Arte.

Im Video zu „Auseinandergehn ist schwer“ wird der Gang mit einem Gemisch aus Rotwein und Kunstblut geflutet. Wie habt ihr das hinbekommen?
Marco: Das ist ein Modell, das ein junger Tischler angefertigt hat. Wir haben ihm befohlen, wir brauchen diesen Lift von "The Shining" von Stanley Kubrick und wollen das quasi nachdrehen - nur mit Rotwein. Der ist da zehnmal über sich hinausgewachsen und hat das in einer Woche gebastelt. Wir haben dann hunderte riesige Kanister umgestürzt.

Ein Song auf dem Album heißt "Jelinek". Was sind eure Lieblingswerke von ihr?
Marco:
Ich hab nur ein halbes gelesen, „Die Klavierspielerin“. Das hat mich fertig gemacht, das Buch. Ich konnte kaum schlafen.

Bist du eher der Charles Bukowski Fan?

Marco:Nein, schon gar nicht. Ich mag sehr gern Rimbaud, les ich immer noch. Uroš Zupan les ich sehr gerne, auch Hemingway. Ich glaub, ich hab jetzt seine ganze Bibliografie durch. Und die Wiener Gruppe hab ich sehr gern, also alles von Artmann bis Bayer. Weil wir in einer gewissen Weise ihre Philosophie teilen, dass man auch spätnachts volltrunken immer noch leisten muss. Wenn sie spätnachts in diversen Lokalen in der Gruppe gesessen sind, auf einmal sagt der Häuptling Artmann: „Und jetzt konjugieren wir, und jetzt schreiben wir Schüttelreime und jetzt arbeiten wir noch“. Diese Philosophie teilt Wanda, dass man immer produzieren können muss, weil das Leben eines Künstlers sich durch seine Produktion definiert. Das muss man kultivieren und üben. Wir sind sicher nicht jemand, der auf den Wurf wartet. 'Es muss die Stimmung passen, die Woche muss von Dramen erfüllt gewesen sein. Dann in einem Moment, wo ich im Einklang mit mir selbst bin, schreib ich ein großes Werk.' Das finden wir blödsinnig. Wir glauben, wenn man Kunst produzieren will, muss man das immer können. Nicht zu letzt ein Hemingway, der tagelang geschrieben hat. Oder ein Kafka, der gemeint hat, es ist lächerlich, über sechs Stunden an einer Geschichte zu arbeiten. Vieles ist leider den Nazis zum Opfer gefallen.

In euren Texten taucht immer wieder ein Thomas auf. Wer ist das?
Marco:
(lacht) Das ist eine gute Frage. Wahrscheinlich ist das eine Figur, die angelehnt ist an Typen in Lokalen, wo ein Bier weniger als 2,80 kostet. Es ist mit Sicherheit ein Säufer, der Thomas. Mehr haben wir uns aber nie zu ihm überlegt. Der soll eine Projektionsfigur für den Zuhörer sein. Überhaupt sollen die Lieder nur eine Projektionsfläche sein.

Die nichts mit euch gemein haben?
Marco:
Für uns schon, aber das ist wie das chinesische Buch der Weisen, das Buch selbst ist lebendig und verwandelt sich mit dem Leser, Zuhörer oder Betrachter.

Was erwartet ihr euch von den Wochen nach dem Release?
Christian:
Weiter arbeiten, weiter proben und vielleicht nach der Tour, nach Deutschland, Ruhe. Es ist gerade sehr aufregend, es passiert viel. Wenn es so weitergeht, ist es das Beste, das passieren kann.

Marco: Besser werden wollen wir noch. Viel besser. Wir proben ständig.

Welche Eigenschaften sind außerdem noch wichtig für junge österreichische Musiker?
Marco:
Liebe, das Vermögen anderer anzuerkennen, es unter Umständen für jemanden zu schreiben, auf keinen Fall in Begriffen wie Szene zu denken, auch nicht in Begriffen wie Genre und keine Angst zu haben.

Christian: Ich glaub, dass es wichtig ist, viel zu produzieren und sich mit Leuten zu umgeben, die das auch machen.

Hat man Befürchtungen, dass man an ein einschlagendes Debütalbum nicht mehr anschließen kann?
Marco:
Gar nicht, wir haben das zweite Album auch schon fertig und wissen, dass es mindestens genauso gut ist.

Wann wird das erscheinen?
Marco:
Schauen wir mal, in den nächsten sechs bis zwölf Monaten, nehm ich an.

Das Debütalbum "Amore" der Wiener Band Wanda ist seit 17. Oktober auf Vinyl und CD erhältlich. Bis Ende November sind sie in Österreich und Deutschland auf Tour.

„Austropop Legenden“: Falco in ein neues Licht gerückt

Servus TV zeigt jeden Donnerstag eine neue Folge von Regisseur Rudi DolezalsAustropop Legenden“. Diese Woche beleuchtet die Reihe den wohl größten Popkünstler, den das Land jemals hervorgebracht hat: Falco wird um 20.15 Uhr mit bisher unveröffentlichten Bild- und Ton-Dokumenten und neugedrehten Interviews nähergebracht. Dolezal, der sich gerne als Falcos „Leibfilmer“ betrachtet und den Künstler über Jahre wie kein zweiter mit der Kamera begleitete, versuchte, mit neuem Material einen neuen Falco-Film zu produzieren. Darin zu finden: Größtenteils neu gedrehtes und unveröffentlichtem Material und Geschichten über Falco, die man so noch nicht kannte: Etwa, wie der Künstler in Japan vor dem Konzert durch einen Fehler seines Leibarztes beinahe in der Garderobe starb, wie er „Amadeus“ zunächst komplett ablehnte oder auch die Bollands nach fürchterlichen Streits mit einem lebensgroßen Poster von Mozart samt Inschrift versöhnte.
Ab 23:25 Uhr zeigt ServusTV in „Falco in Concert – Live on Stage“ Performances aus dem Jahr 1979.