Kam bereits 1996 zur Viennale: Eva Rotter – rechts neben der neuen Direktorin Eva Sangiorgi 

© Roland Ferrigato

Kultur
03/04/2021

Viennale sucht nach 25 Jahren neue Geschäftsführung

Eva Rotter geht in Pension, der Posten wurde ausgeschrieben. Und Franz Patay will weiter die Vereinigten Bühnen Wien leiten

von Thomas Trenkler

Sie ist wohl die längstdienende Kulturmanagerin Wiens: Eva Rotter, Jahrgang 1959, übernahm 1996 die Marketingleitung bei der Viennale. Und wenig später, als Hans Hurch zum Direktor bestellt wurde, übernahm sie die Geschäftsführung. Gemeinsam machten sie die Viennale zum global bedeutenden Filmfestival.

Rotter, immer im Hintergrund agierend, leitete auch über den Tod von Hurch (im Juli 2017) hinaus die Geschicke – und sprach sich für eine internationale Nachbesetzung aus. Anfang 2018 wurde die Italienerin Eva Sangiorgi zur Direktorin bestellt.

 

 

Nun hat Rotter beschlossen, in Pension zu gehen: „Die Viennale ist mein Herzensprojekt; aber nach 25 Jahren ist es einmal gut. Ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben. Und ich kann ein solides Unternehmen übergeben.“

Die Viennale, als Verein geführt, hat daher den Job (Bruttogehalt: 80.000 Euro) ab 1. November ausgeschrieben: „Berufserfahrung in verantwortungsvoller Leitungsposition, möglichst in einem vergleichbaren Kulturbetrieb, mit Erfahrung in Finanzplanung, Controlling, Mitarbeiterführung sowie in der Veranstaltungsorganisation und -durchführung wird vorausgesetzt.“ Im Inserat wird keine Bewerbungsfrist genannt.

Im Gegensatz zu Rotter will der zwei Jahre jüngere Franz Patay weitermachen. Er ist seit 2016 Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien, sein Vertrag läuft im Oktober aus. Der Posten wurde von der Wien Holding – die VBW sind ein Tochterunternehmen – ausgeschrieben. 13 Personen bekundeten ihr Interesse, darunter zwei Frauen. Patay gab bekannt, sich für eine weitere Periode beworben zu haben. Die Entscheidung soll im Mai feststehen. Zu den VBW gehören das als Oper geführte Theater an der Wien sowie die Musicalsparte (im Ronacher und im Raimund Theater).

Interessant ist, dass Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler bei beiden Bestellungen offiziell nichts mitzureden hat. THOMAS TRENKLER

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