Wird am 13. November im Akademietheater uraufgeführt: „Zoes sonderbare Reise durch die Zeit“

© Susanne Hassler-Smith / Burgtheater

Kultur
11/13/2021

Theater für Kids in der Burg: Wenn die 2-G-Regel doch nicht gilt

Trenklers Tratsch: An diesem Wochenende gibt es zwei Burgtheater-Premieren für Kinder - trotz höchster Inzidenzen

von Thomas Trenkler

Die Burg ist in der Tat bemüht, die Ängste des Publikums zu zerstreuen: „Seit 8. November gilt bei uns in ALLEN Spielstätten die 2-G-Regel!“ Sprich: Man muss geimpft oder genesen sein, um eine Vorstellung besuchen zu können.

Anstecken kann man sich trotzdem: Im Umfeld Ihres Tratschpartners haben Menschen, doppelt geimpft, unabsichtlich andere, ebenfalls doppelt geimpft, angesteckt. Unbeschwert eine Vorstellung zu genießen, ist also nicht einfach. Auch deshalb, weil etliche Jekylls mit Einbruch der Dunkelheit zu nasenfreien Hydes mutieren. Und weil die 2-G-Regel doch nicht gilt. Denn sie gilt ja nur für Menschen ab 15.

Aber auch Kinder und Jugendliche gehen ins Theater. Was prinzipiell zu begrüßen ist. Denn Theaterbesuche in jungen Jahren steigern die Offenheit gegenüber einem kulturellen Angebot im Erwachsenenalter. Das weiß man auch in der Burg. Und so bietet man an diesem Wochenende gleich zwei Premieren für Kinder an: „Zoes sonderbare Reise durch die Zeit“ (ab 6) und „Ich, Ikarus“ (ab 9).

Kids ab 6 (jüngere sind von der Nachweispflicht ausgenommen) lässt man aber mit einem PCR-Test (bis zu 72 Stunden alt), einem Antigen-Test (bis zu 48 Stunden alt) oder dem „Ninja-Pass“ herein; es gibt zudem höllisch komplizierte Sonderregelungen. Die Gefahr, dass eine Vorstellung zur Corona-Party wird, steigt also. Denn Kinder bis 12 können noch gar nicht geimpft sein.

Eigentlich wollte der Kollege mit seiner achtjährigen Tochter als Assistenzkritikerin „Zoes sonderbare Reise“ im Akademietheater besuchen. Schließlich kann ein Erwachsener nicht so gut abschätzen, ob eine Inszenierung für Kids funktioniert. Aber er will seine Tochter nicht einem unnötigen Ansteckungsrisiko aussetzen. Zumal ein Corona-Fall in der Familie bei zwei arbeitenden Elternteilen und einem zweiten Kind zum Chaos führen würde. Und die Bitte, die Generalprobe von „Ich, Ikarus“ (im beengten Vestibül) besuchen zu können, gewährte man leider nicht. Der KURIER wird also einstweilen nicht berichten.

Natürlich braucht es viele Produktionen für Kids. Aber nicht justament dann, wenn die Inzidenzen – besonders unter den Kindern – in lichte Höhen schnellen.

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