Susan Philipsz lässt Echos aus Theresienstadt in Wien widerhallen

Susan Philipsz lässt Echos aus Theresienstadt in Wien widerhallen
Eine Ausstellung führt tief ins Werk der Künstlerin, die bereits den Heldenplatz und den Theseustempel im Volksgarten beschallte

 „Bei Theresienstadt denken die meisten vermutlich an deutsche oder österreichische Geschichte. Zuallererst ist es ein Teil österreichischer Geschichte“, sagt die Künstlerin Susan Philipsz. Unter Kaiser Joseph II. 1780 als Festung in Nordböhmen errichtet und nach dessen Mutter Maria Theresia benannt, schien das Städtchen, das tschechisch „Terezín“ heißt, lange Zeit nicht weiter von Bedeutung – bis es die Nazis 1940 in ein Ghetto umfunktionierten. Und dort 1944 einen Propagandafilm drehten, der suggerieren sollte, dass Juden und andere „unerwünschte Personen“, die dort angehalten wurden, es eh gar nicht so schlecht hatten. 

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