Und dann kam die Wurst. Die Entscheidung, die bärtige Dragqueen ohne Auswahlshow in die Gay-Metropole Kopenhagen zu schicken, erwies sich 2014 als geschickter Schachzug. Dazu kam, dass das Thema Toleranz durch die Debatten um die homophobe Gesetzgebung in Russland gerade hoch im Kurs war.

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Song Contest 2014
05/10/2014

Wettbüros sehen Conchita Wurst schon auf Platz 2

Mit leichtem Abstand zu Schweden - Niederlanden wird Platz 3 prognostiziert - Journalisten votieren für Wurst als Siegerin.

Viel höher kann Österreichs Song-Contest-Star Conchita Wurst nicht mehr steigen: Wenige Stunden vor dem Beginn des großen Finales sehen die Wettbüros die Vollbartträgerin auf Platz 2 von 26 Teilnehmerländern. Als Sieger wird derzeit noch Schweden gehandelt - mit leichtem Vorsprung auf Wurst. Die Niederlande komplettieren das Führungstrio.

Damit ist Wurst in den vergangenen Tagen ein Durchmarsch gelungen, schien es doch zu Beginn der Finalwoche noch so, als müsse Österreich um einen Platz in den Top 10 kämpfen. Mit der Glamourballade "Rise Like A Phoenix", perfekt darauf abgestimmter Licht-Choreografie und nicht zuletzt einem souverän-charmanten Auftreten vor Ort kämpfte sich die Diva jedoch sukzessive nach vorne. Bei den Fans in Kopenhagen liegt Wurst jedenfalls ohne Zweifel an der Spitze der Popularität - was übrigens auch für die Journalisten gilt. Beim traditionellen Medienvoting im Pressezentrum des ESC liegt Wurst seit einigen Tagen stabil auf Platz 1.

Beim großen Finale am Abend startet Wurst mit Startnummer 11 ziemlich in der Mitte des Feldes. Sollte sie damit tatsächlich über die 25 Konkurrenten triumphieren, wäre das jedenfalls der erst zweite Sieg Österreichs beim ESC seit Udo Jürgens' "Merci Cherie" 1966. Dazu muss sich die bärtige Lady aber erst gegen die Schwedin Sanna Nielsen durchsetzen, die mit "Undo" in die Fußstapfen von Celine Dion tritt - und gegen das Folkduo The Common Linnets aus den Niederlanden, das mit seinem berührenden Duett "Calm After The Storm" an Lady Antebellum gemahnt.

Und außerdem lassen sich beim Song Contest auch Überraschungen nie ganz ausschließen. Vielleicht kommt doch noch der einst höher gehandelte armenische Kandidat Aram Mp3 mit "Not Alone" zum Zug, oder doch Großbritanniens Molly mit "Children Of The Universe". Oder Valentina Monetta aus San Marino, die mit "Maybe" schon zum dritten Mal in Folge mit einem Song von ESC-Oldie Ralph Siegel antritt, gelingt erneut das Unerwartete. Nachdem die Minirepublik schon entgegen der Prognosen aus dem Halbfinale aufgestiegen ist, könnte sie sich vom letzten Platz bei den Wettbüros nach vorne schieben. Aber für so viel Überraschung ist der Song Contest dann auch wieder nicht gut.

(S E R V I C E - www.eurovision.tv)

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