Nathan Trent vor der Tafel mit dem Song Contest-Zeichen

© APA/GEORG HOCHMUTH

Song Contest
02/28/2017

Trent: "Ich geb’ mein Bestes" beim Song Contest

Österreichs Teilnehmer Nathan Trent hat als Ziel, ins Finale zu kommen.

von Anna Gasteiger

Als kurz vor Weihnachten bekannt gegeben wurde, dass ein gewisser Nathan Trent Österreich beim Song Contest vertreten würde, reagierten Teile der Öffentlichkeit verhalten: "Nie gehört.", "Wer soll das sein?"

Aber langsam kommt Licht ins Dunkel um den jungen Tiroler. Lieblingssong aller Zeiten? "Rise And Fall" von Craig David. Musikalische Vorbilder? Beyoncé, Usher, Justin Timberlake u. a.

Motivation, beim Song Contest teilzunehmen? "Vorurteile widerlegen und Österreich als weltoffenes Land präsentieren."

Midtempo

Nun ist auch bekannt, mit welchem Lied er das tun will. "Running On Air" ist ein Midtempo-Song, der in "einer Phase der Unsicherheit entstanden ist, und davon handelt, wie man sich wieder motiviert und weiterbringt."

Trent (der Name ist ein Pseudonym) hat den Song gemeinsam mit Produzent Bernhard Penzias geschrieben. Darauf ist man im ORF besonders stolz. Der Song Contest, sagt Redaktionsleiter Stefan Zechner, habe sich in den letzten Jahren zu einer von (schwedischen) Songwritern dominierten Industrie entwickelt. Schön also, wenn ein Interpret seinen Beitrag selbst geschrieben hat. Und das sei eher zufällig passiert:

15 Kandidaten waren im Sommer von den Talent-Scouts Eberhard Forcher und Christof Straub vorgeschlagen worden, sieben kamen in die engere Auswahl – darunter Kapazunder mit US-Plattenvertrag. Die Option, mit internationalen Songwritern zu arbeiten, stand im Raum; es fanden sich aber nicht die richtigen Songs für die zur Verfügung stehenden Kandidaten.

Also fiel die Wahl auf einen Außenseiter, den 1992 in Innsbruck geborenen Trent – nicht zuletzt aufgrund der Qualität seiner selbst geschriebenen Songs. Österreichs Song-Contest-Beitrag 2017, ein "rein österreichisches Produkt mit Wertschöpfung in Österreich" (Zechner).

Ein Platz im Finale ist Ziel der ORF-Verantwortlichen. Nathan Trent sagt (und das klingt eher ziel-, als pflichtbewusst): "Natürlich wär’s schön, wenn ich gewinnen könnte." Nachsatz: "Ich geb’ mein Bestes."

Die Überraschung ist... nicht so gut gelungen

Bereits einen Tag, bevor der Song offiziell präsentiert werden sollte, tauchte Österreichs Song-Contest-Beitrag im Internet auf. Um sicher zu gehen, dass er rechtzeitig zur Präsentation auf diversen Plattformen abrufbar ist, hatte der ORF ihn zu früh herausgegeben. Weil das vor zwei Jahren nicht geklappt hatte.
Aber kein Grund, „großes Theater“ zu machen, beschwichtigte ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm. Es seien keine Fristen verletzt worden.

Zur echten Premiere geriet am Dienstag die Vorführung des Videos zu „Running on Air“.

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