© Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper
02/08/2014

So wird auch das Repertoire zu einem Fest

Kritik: "Salome" von Strauss mit vielen Debüts.

von Peter Jarolin

Standen 2013 noch Wagner, Verdi und (mit großen Abstrichen) Britten im Zentrum der Musikwelt, so ist es 2014 Richard Strauss, der an fast allen wichtigen Opernhäusern den Ton angibt. Gilt es doch, den 150. Geburtstag des großen Komponisten zu feiern.

An der Wiener Staatsoper kann das auch im ganz normalen Repertoire geschehen, etwa mit einer Spielserie der „Salome“ (Reprisen: 10. und 13. Februar), die nur wenige Wünsche offen lässt. Denn die Besetzung am Ring kann sich hören und sehen lassen.

So überzeugte die Sopranistin Gun-Brit Barkmin in der Titelpartie bei ihrem Wiener Rollen-Debüt darstellerisch wie vokal. Barkmin verfügt über eine sehr schöne, gut geführte, reine, wenn nötig auch dramatische Stimme – die Deutsche meistert alle Tücken grandios, agiert zudem ungeheuer intensiv.

Ähnliches gilt für Falk Struckmann (auch Wien-Debüt) als stets profundem, dabei ausdrucksstarkem Jochanaan, der diesem Propheten Würde und Kraft verleiht.

Mit dem Herodes hat sich Herwig Pecoraro eine neue, wichtige Partie gut erarbeitet; dieser Tetrarch ist Opfer und Täter zugleich. Eine eindrucksvolle Charakterstudie des Tenors. An Pecoraros Seite ist Iris Vermillion eine bewährte, sichere Herodias; die kleineren Partien sind fein besetzt. Nur für Carlos Osuna als Narraboth kommt der Bühnentod nicht früh genug.

Ein Ereignis: Das Orchester des Hauses, das Strauss im Blut hat und unter der Leitung von Dirigent Andris Nelsons zur Höchstform aufläuft. Dass Nelsons mitunter etwas zu sehr am Lautstärkeregler dreht, lässt sich gewiss korrigieren.

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