Kultur
10.10.2018

ORF-Volksbegehren: Pilz-Wähler trugen überdurchschnittlich bei

FPÖ-Wählerschaft hingegen erstaunlich schwach vertreten - Interne Wählerstromanalyse

Anti-ORF-Volksbegehren sind Kernanliegen von FPÖ-Wählern, so lautete die bisher gültige Devise. So einfach ist es aber nicht, wie eine ORF-interne "Wählerstromanalyse" zu der Abstimmung zeigt. Deutlich vorne lagen nämlich die Wähler der Liste Pilz, von denen 28 Prozent gegen die GIS-Gebühren unterschrieben. Die FPÖ kommt vergleichweise auf magere sieben Prozent ihrer Wählerschaft und liegt damit nur knapp über dem Durchschnitt von fünf Prozent. Dies ist insofern erstaunlich, als die FPÖ über ihre sozialen Netzwerke für das Volksbegehren geworben hatte und auch politisch immer wieder für eine Abschaffung der Rundfunkgebühren eintritt.

Unter dem Schnitt lagen Wähler der ÖVP (vier Prozent), der SPÖ (zwei Prozent), der Grünen (zwei Prozent). Die Neos lagen bei fünf Prozent. Am größten war der Anteil der Wähler der nicht im Parlament vertretenen Parteien, etwa Roland Düringers Liste GILT, oder der KPÖ. Gemeinsam kamen die Anhänger der am Wahlabend üblicherweise unter "Sonstige" subsumierten Parteien auf 30 Prozent. Gestartet hatte das Volksbegehren " ORF ohne Zwangsgebühren" die Christliche Partei Österreichs (CPÖ).